Free Joomla Templates by Web Hosting

PostHeaderIcon Archiv 2015

Tagung über Zwangsarbeit

Unsere Landesarbeitsgemeinschaft veranstaltet am Samstag, dem 16. April 2016, ganztägig in der Gedenkstätte KZ Osthofen eine Tagung über Zwangsarbeit. Ihr Ziel ist es, dieses Thema in der regionalen und lokalen Gedenkarbeit in Rheinland-Palz weiter publik zu machen und zu eigenen Recherchen und Arbeiten vor Ort anzuregen. Hierzu informiert der Vorsitzende Dieter Burgard in dem nachfolgenden Schreiben schon vorab:


Liebe LAG-Mitglieder, liebe in der Erinnerungsarbeit Engagierte,

die LAG wird am Samstag, 16.April 2016 von 10.15h bis 16h in der KZ-Gedenkstätte Osthofen eine Fachtagung zur Zwangsarbeit in der NS-Zeit durchführen (ursprünglich sollte diese bereits im Vorjahr stattfinden).

Heute gebe ich Ihnen diesen Termin vorab bekannt.
Neben wenigen Referenten sollten Mitglieder, die von einer konkreten Arbeit und Vorgehensweise zu einem Zwangsarbeiterlager berichten können, zu Wort kommen.

Ziel dieser LAG Tagung ist es, die Mitgliedsorganisationen für dieses Thema zu sensibilisieren, zu motivieren und zu mobilisieren eigene Recherchen vor Ort anzugehen bzw. ihre Erfahrungen auszutauschen.
Gemeinsam zeigen wir auf, wo Zwangsarbeiter im heutigen Rheinland-Pfalz z.B. in STALAG's eingesetzt waren und was bis heute herausgefunden wurde. Dieses Themenfeld ist noch vor Ort oft unerforscht.

Interessant ist sicher für alle die Vorgehensweise, der Überblick spezieller Zwangsarbeitseinsätze z.B. Krankenhäuser, welche Quellen erschlossen wurden und was als Ergebnis daraus entstanden ist.
Gerade auch die „vergessenen“ Lager und besondere Gruppen von Zwangsarbeitern sollten Beachtung finden.

Der zeitliche Rahmen wäre von 10.15h – ca. 16h mit einer Mittagspause.

Geben Sie uns bitte rechtzeitig Rückmeldung, ob Sie aus ihrer Arbeit zur Zwangsarbeit vor Ort berichten können.
Die Landeszentrale für politische Bildung ( Herr Bader/Frau Arenz-Morch) werden zu Beginn einen Überblick zur Zwangsarbeit / Lagern auf dem Gebiet des heutigen Rheinland- Pfalz in der NS-Zeit geben.

Eine Einladung zu dieser Tagung erfolgt noch rechtzeitig.

Auf ein Wiedersehen freut sich
im Namen des Sprecherrates
Ihr
Dieter Burgard



Dieter Burgard
Vorsitzender des Sprecherrates der LAG

dienstllich
Kaiserstr. 32
55116 Mainz
Tel.: 06131/28999-13

 

Aktuelles Update vom 23.03.2016 zum downloaden:

1) Einladung Tagung Zwangsarbeit 16.04.2016.pdf

2) LAG Berichtsblatt 2016.pdf


 


 

Die französische Regierung und die „Judenfrage“ von 1942 bis 1944

Vortrag um 19 Uhr im Dathenushaus in Frankenthal

Die französische Regierung („Vichy-Regierung“) war maßgeblich an der Verfolgung und Deportation der Juden in den Jahren 1942 bis 1944 beteiligt. Jeanne Petermann, in der südfranzösischen Hafenstadt Toulon aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Frankenthal und ist als Übersetzerin und Sprachdozentin tätig. Sie ist im Beirat des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal.

Sie informiert in einem Vortrag mit Fotos am

27. Januar 2016, 19 Uhr

im Dathenushaus in Frankenthal

Ecke Kanalstraße/Carl-Theodor-Straße

Eintritt frei


Léon Blum war der erste jüdische Premierminister Frankreichs: Vom 4. Juni 1936 bis 29. Juni 1937, vom 13. März bis 10. April 1938 und vom 16. Dezember 1946 bis 16. Januar 1947. Sein Amtsantritt 1936 sorgte für Empörung innerhalb der extremen Rechten im Parlament wie innerhalb der ihr zugehörigen Verbände. Dieser wiedererstarkte Antisemitismus entlud sich bei vielen Politikern und in Teilen der Bevölkerung unter der deutschen Besatzung ab 1940.

Nach dem Waffenstillstand am 22. Juni 1940 wurde der alternde Marschall Philippe Pétain („Held von Verdun“) Regierungschef  („Chef de l’État“) in dem von der Deutschen Besatzungsmacht unbesetzten Teils Frankreichs. Die Macht des Vichy-Regimes war beschränkt. Parallel zur NS-Politik führte die Vichy-Regierung ab Oktober 1940 immer mehr antijüdische Maßnahmen durch.

Am 16. und 17. Juli 1942 wurden von den französischen Regierungsstellen 13.000 Pariser Juden verhaftet und in einem Radstadion (siehe Foto) interniert. („Rafle du Vel D’Hiv“ - „Razzia des Wintervelodroms“).

Nach der „Wannsee-Konferenz“ im Januar 1942 unterstützte die Vichy-Regierung die deutsche Besatzungsmacht bei der Deportation der in Frankreich lebenden Juden in die Vernichtungslager im besetzten Polen.

1939 lebten in Frankreich zirka 300.000 Juden, etwa ein Viertel davon wurde ermordet. Diese Quote ist deutlich niedriger als die in anderen von Deutschland besetzten Ländern.

Die französische Regierung erkannte erst 1995 durch Staatspräsident Jacques Chirac offiziell die Verantwortung Frankreichs für die Durchführung der Verfolgungsmaßnahmen an. Zuvor waren Diskussionen über die „Kollaboration“ nicht erwünscht.

Jeanne Petermann beschreibt in Ihrem Vortag auch das Schicksal Frankenthaler Juden in Frank-reich. Die Funktion des Internierungslagers Gurs wird hier ebenso dargestellt wie das Untertauchen und die Rettung einiger Frankenthaler Kinder, Frauen und Männer.


Die Hinweistafel auf das Lager Gurs beschreibt die verschiedenen Verfolgungen der Juden in Frankreich.

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal zeigt am

27. Januar 2016, 11 Uhr

im Lux-Kino in Frankenthal

August-Bebel-Straße 7 – 9

den Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

Der Film ist 105 Minuten lang.

Der Eintritt kostet 4 Euro.

Der Film behandelt wichtige Abschnitte im Leben des hessischen Generalstaatsanwaltes Fritz Bauer (1903 - 1968), der die juristische und publizistische Aufarbeitung der NS-Massenmorde gegen deutsche und europäische Juden (Shoah, Holocaust) im Nachkriegs-Deutschland wesentlich vorantrieb.

Die Handlung des Films setzt 1958 ein. Der Generalstaatsanwalt bekommt den Hinweis, dass Adolf Eichmann, der die Massendeportationen der Juden organisiert hatte, angeblich in Buenos Aires lebt. Während Bauer sich bemüht, diese Information zu verifizieren, sucht er gleichzeitig nach Möglichkeiten, Eichmann in Deutschland vor Gericht zu stellen.

 


 

PostHeaderIcon Einladung 04.12.15

Einladung 04.12.15 - Film und Gespräch "Eduard Zuckmayer - Ein Musiker in der Türkei"

Eduard Zuckmayer, der ältere Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer, war ein Konzertpianist im Dunstkreis der Moderne und Begründer der Musikpädagogik in der Türkei. Bis heute genießt er bei türkischen Musikern einen geradezu legendären Ruf, in Deutschland dagegen ist er in Vergessenheit geraten – auch in seiner Heimat Rheinhessen.

Am Freitag, dem 4. Dezember 2015, um 20.30 Uhr, wird im CinéMayence in Mainz der Dokumentarfilm "Eduard Zuckmayer - Ein Musiker in der Türkei" zu sehen sein. Die Regisseurin Barbara Trottnow wird ihren neuen Dokumentarfilm präsentieren und im Anschluss an den Film für Gespräch und Diskussion zur Verfügung stehen. Hierzu laden wir Sie, zusammen mit dem CinéMayence, herzlich ein.

Mit ihrem Film "Eduard Zuckmayer – ein Musiker in der Türkei" will die Filmemacherin Barbara Trottnow an den Nackenheimer erinnern, der in der Türkei eine neue Heimat fand.

Eduard Zuckmayer emigrierte 1936 in die Türkei und blieb dort bis zu seinem Tod 1972. Der Film sucht nach den Spuren, die er in der Türkei hinterlassen hat. Geboren wurde Eduard Zuckmayer 1890 in Nackenheim bei Mainz. Er begann eine erfolgreiche Karriere als Pianist, verlagerte aber schon in Deutschland seinen Schwerpunkt auf die Musikpädagogik. In der Türkei weckte er das Interesse an klassischer, westlicher Musik, legte aber auch viel Wert darauf, Musik allen Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Er übersetzte deutsche Volkslieder ins Türkische und arrangierte türkische Stücke mehrstimmig.

An der Gazi Universität in Ankara leitete Eduard Zuckmayer 32 Jahre lang das Institut zur Ausbildung von Musiklehrern. Gemeinsam mit Paul Hindemith entwickelte er das pädagogische Konzept und plante auch die Gebäude. Eines ist nach ihm benannt, das 'Zuckmayer Binasi'.

Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Das Kino CinéMayence befindet sich im Schönborner Hof (Institut français) in Mainz, Schillerstraße 11. Eine Kartenreservierung im Büro des CinéMayence wird empfohlen, per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Mehr Informationen hier: http://goo.gl/si4olZ

 


 

 

 

Herzliche Einladung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 24. Januar 2016, 15 Uhr Gedenkstätte KZ Hinzert



Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, wurde im Jahre 1996 in der Bundesrepublik Deutschland als Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes ins Leben gerufen.Dieser Gedenktag ist allen Opfern der nationalsozialistischen Ideologie gleichermaßen gewidmet: Politisch Verfolgten, Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, geistig und körperlich Behinderten ebenso wie Zwangsarbeitern und gesellschaftlich Ausgegrenzten.

Seit der Eröffnung des Dokumentations– und Begegnungshauses an der Gedenkstätte SS-Sonderlager /KZ Hinzert im Jahr 2005 gestaltet der Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ein Programm der Erinnerung und des Gedenkens an dem diesem Tag nächstliegenden Sonntag.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Erinnerungsarbeit in Rheinland-Pfalz bei den Verbrechen der NS-Medizin.
Viele tausend Menschen wurden Opfer medizinischer Experimente, oder wurden in zu Tötungsanstalten umfunktionierten psychiatrischen Einrichtungen ermordet.

Derer soll in diesem Jahr auch in Hinzert besonders gedacht werden.

Es wirkt mit: der Trompetensolist, Improvisator und Komponist Markus Stockhausen. Markus Stockhausen (Sohn des Komponisten Karl-Heinz Stockhausen) lernte seine Großmutter Gertrud nie kennen, da sie als psychisch Erkrankte in Hadamar am 27.05.1941 ermordet, vergast wurde.
Seine meisterlichen Trompetenstücke und seine Ausführungen zum ehrenden Gedenken sind emotional ergreifend.



Foto: Markus Stockhausen

 

Tagesprogramm

11.00 Uhr Öffentliche Führung

14.00 Uhr Öffentliche Führung

15.00 Uhr Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Ansprache Dieter Burgard (Bürgerbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz & Vorsitzender des Fördervereins),

Markus Stockhausen



Wir laden Sie / Dich im Namen des Fördervereins Gedenkstätte KZ Hinzert herzlich ein:

Dieter Burgard, Vorsitzender Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.

 

 


 

PostHeaderIcon Koblenz_Foederverein Mahnmal

Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. zu den Veranstaltungen zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2016

Die Veranstaltungen zum diesjährigen internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2016 in Koblenz erinnern an die Opfergruppe der Zwangssterilisierten und NS-„Euthanasie“-Opfer. Damit greift der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. nicht nur das Thema auf, unter das der Landtag Rheinland-Pfalz seine diesjährigen Veranstaltungen stellt. Vielmehr erinnert er auch an den Beginn der Krankenmorde in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg vor nunmehr 75 Jahren. In der Zeit von Januar bis August 1941 wurden dort im Rahmen der sog. T4-Aktion mehr als 10.000 Menschen mit Giftgas ermordet, weil sie in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ nicht passten, weil sie psychisch krank oder im Sinne der Nazis sozial nicht angepasst waren. Das war die Vorgeschichte von Auschwitz, an dessen Befreiung am 27. Januar 1945 der Gedenktag erinnert.

Diese Vorgeschichte von Auschwitz ereignete sich nicht irgendwo, sondern hier bei uns. Das zeigt die Ausstellung „Vergiss mich nicht und komm…“ der Stiftung Scheuern, die der Förderverein Mahnmal Koblenz ab dem 13. Januar 2016 in Kooperation mit der Stiftung in der Citykirche in der Altstadt präsentiert. Die damalige Heil- und Pflegeanstalt Scheuern bei Nassau an der Lahn war eine sog. Zwischenanstalt auf dem Weg in den Tod. Dort wurden Menschen mit Behinderungen aus der Umgebung gesammelt, dann mit „grauen“ Bussen nach Hadamar verschleppt und noch am selben Tag ermordet. Die Ausstellung dokumentiert diese Krankenmorde an Patienten aus Scheuern und auch deren Vor- und Nachgeschichte. Dazu gehört die von den Nationalsozialisten schon sehr früh erzwungene Sterilisation psychisch kranker Menschen und die Fortsetzung der Krankenmorde ab August 1942 mit Überdosen von Medikamenten und verhungern Lassen. Sie zeigt aber auch das Aufbegehren der Opfer, von denen manche ihre Angehörigen flehentlich baten: „Vergiss mich nicht und komm…“

Ergänzt wird diese Ausstellung der Stiftung Scheuern durch einen regionalen Teil, den der Förderverein Mahnmal Koblenz eigens aus diesem Anlass erarbeitet hat. Darin dokumentiert er das Schicksal von 14 Menschen. Das sind Männer, Frauen und Kinder, Deutsche und Nichtdeutsche aus Koblenz und Umgebung, die zwangsweise sterilisiert und/oder ermordet wurden – allein deshalb, weil sie anders waren als die Menschen, die die Nazis „züchten“ wollten.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 13. Januar 2016, um 18.30 Uhr eröffnet vom Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal Koblenz Dr. Jürgen Schumacher und Pfarrer Gerd Biesgen, Vorstand der Stiftung Scheuern. Der Kurator des regionalen Teils der Ausstellung Joachim Hennig gibt eine Einführung.

Als Begleitveranstaltung bietet der Förderverein eine Fahrt zur Gedenkstätte Hadamar bei Limburg/Lahn mit Führung am Samstag, 23. Januar 2016 an.

Am 27. Januar 2016 selbst findet die Gedenkstunde der Stadt Koblenz statt. Sie beginnt um 17.30 Uhr mit einer Statio am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz auf dem Reichensperger Platz mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig. Sie wird  gegen 18.00 Uhr fortgesetzt in der Liebfrauenkirche mit Ansprachen des Oberbürgermeisters und des Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal Koblenz und dem Christlich-Jüdischen Gebet. Anschließend ist Gelegenheit, die Ausstellung in der Citykirche zu besichtigen.

Hier alle Veranstaltungen auf einen Blick:

13. Januar 2016 um 18.30 Uhr in der Citykirche Eröffnung der Ausstellung: „Vergiss mich nicht und komm…“ – Zwangssterilisationen und Krankenmorde in Koblenz und Umgebung 1934 – 1945. Die Ausstellung ist dort dann bis zum 3. Februar 2016 zu sehen.

23. Januar 2016 um 8.30 Uhr an der Hans-Zulliger-Schule in Koblenz-Lützel, Brenderweg 23 Studien- und Gedenkfahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Hadamar bei Limburg/Lahn (Rückkehr gegen 13 Uhr, Unkostenbeitrag 10 €).

27. Januar 2016 um 17.30 Uhr  am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz Statio

27. Januar 2016 um 18.00 Uhr in der Liebfrauenkirche Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet

3. Februar 2016  in der Citykirche Ende der Ausstellung


Zu allen Veranstaltungen, deren Besuch bis auf die Fahrt nach Hadamar kostenlos ist, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.


Nähere Informationen: www.mahnmalkoblenz.de

Führungen sind in Absprache mit dem Förderverein Mahnmal Koblenz möglich.


 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 Weiter > Ende >>

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL