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Zum 27. Januar 2012

 

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Einladung zur Mitgliederversammlung und zur 31. Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz am 02. Juni 2012 in Koblenz

An den Kreis der Interessierten an den Informationstagungen der Landeszentrale für politische Bildung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz

An die Mitgliedsorganisationen der LAG der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz

Einladung zur 31. Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz am 02. Juni 2012 in Koblenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Abstimmung mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten- und Erinnerungsinitiativen zur NS- Zeit in Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung wird die 31. Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz am 02. Juni 2012 in Koblenz stattfinden.

Veranstaltungsort
ist die Außenstelle Nord der Landeszentrale im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses (2. Stock), Markenbildchenweg 38, 56068 Koblenz am Bahnhofsvorplatz.

Die Informationstagung beginnt um 10.00 Uhr und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gedenkstättenreferates der Landeszentrale werden zum aktuellen Stand der Gedenkarbeit an den Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert berichten.

Darüber hinaus ist ein Bericht von Thomas Zuche zum 25-jährigen Bestehen des Arbeitskreises „Trier im Nationalsozialismus“ der AG Frieden e.V. sowie ein Werkstattbericht zum Website-Projekt „Virtuelle Ausstellung über Hugo Salzmann“ von Joachim Hennig vom Förderverein Mahnmal in Koblenz auf dem Programm. Martina Ruppert-Kelly von der Gedenkstätte KZ Osthofen wird über Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Medien in der Gedenkstättenpädagogik berichten und der Förderverein für Jüdisches Gedenken Frankenthal seine neuen Projekte vorstellen.

Weitere Projektvorstellungen:

Seminar für Judaistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz :
1. Die hebräischen Drucke aus Mainz
2. Die alte jüdische Bibliothek in Mainz
3. Die hebräische Autobiographie von Abraham Stub aus Mainz (Stub’s Quelle)


Das Ende der Informationstagung ist für ca. 13.00 Uhr vorgesehen.

Im Anschluss gibt es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die auch an der LAG –Mitgliederversammlung am Nachmittag mitwirken werden, einen Mittagsimbiss.

Um 14.00 Uhr wird sich dann die Mitgliederersammlung der LAG am gleichen Veranstaltungsort anschließen.

Folgende Themen sind vorgesehen:
• Bericht des Sprecherrates
• Fonds Erinnern und Gedenken: Änderung beim Antrags- und Abrechnung
• Homepage der LAG
• Europäischer Tag der jüdischen Kultur am 02.09.2012 ( „The Spirit of Jewish Humor/ Der Geist des jüdischen Humors“)
• Vorstellung der LAG-Fachtagung Jüdische Friedhöfe
• Hinweise auf weitere Veranstaltungen: u.a. Deutscher Historikertag in Mainz 25.-28. September 2012
• Informationsaustausch/ aktuelle Projektberichte.

Für die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft können Fahrtkosten (0,25€ pro km für PKW beziehungsweise DB 2. Kl.) in beschränktem Umfang ersetzt werden.
Die Mitgliedsorganisation der LAG werden gebeten, Fahrgemeinschaften zu bilden, da pro Mitgliedsorganisation der LAG maximal zwei Personen eine Fahrtkostenerstattung in Anspruch nehmen können.
Berücksichtigt werden können nur Fahrten vom Wohnort in Rheinland-Pfalz zum Tagungsort und zurück.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, uns Ihre Teilnahme bis spätestens zum Dienstag, den 29. Mai 2012 auf dem angefügten Anmeldebogen per Post, per Fax oder per PDF-Datei über E- Mail mitzuteilen.
Sollten Sie nach Ihrer Anmeldung kurzfristig dennoch verhindert sein, bitten wir Sie um schnellstmögliche Absage.

Ich würde mich freuen, Sie bei der Informationstagung beziehungsweise bei der Mitgliederversammlung begrüßen zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen i. A.

Uwe Bader (Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz)

Download:

Einladung 31. Infotagung-LAG-02-06.pdf

Anmeldeformular- 31.Infotagung.pdf

Anlage Formblatt zum Infoaustausch.pdf

Anschreiben MV Mitgliederinfoaustausch.pdf

 

 


 

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Zum 27. Januar 2012

 

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Gedenkveranstaltung:

70. Jahrestag der Deportationen aus Bendorf-Sayn


Der  14. Juni 2012 ist der 70. Jahrestag der größten Deportation von Patienten und Personal (insgesamt 331 Personen) der früheren Israelitischen Heil- und Pflegeanstalt für Nerven- und Gemütskranke (Jacoby’sche Anstalt), Bendorf-Sayn. Wir möchten der Opfer an der Stelle gedenken, wo ihr Leidensweg begann, das heißt an der ehemaligen Anstalt und am Bahnhof, wo sie in einen Zug verladen wurden, dessen offizieller Bestimmungsort  Izbica bei Lublin war. Wir wissen heute, dass der Zug in Koblenz eingesetzt wurde, dann über Köln und Düsseldorf mit 1000 Opfern in das Vernichtungslager Sobibor fuhr.

Beginn: Donnerstag, 14. Juni 2012, 18 Uhr
Ort:    Bendorf-Sayn, Koblenz-Olper-Straße 39 (wenige Meter von der Bushaltestelle „Sayner Bahnhof“ entfernt

 

 

 

Abbildung:
Der von dem in Bendorf wohnenden Künstler Beni Cohen-Or entworfene Gedenkstein wurde 2002 vor der früheren Jacoby’schen Anstalt errichtet.

 

 


 

Einladung zur Eröffnung: „Pfad der Jüdischen Lyrik“ in Laufersweiler und Vernissage zur Bilderausstellung im Restaurant „Schatulle“.

Am Sonntag den 10. Juni 2012 wird in 55487 Laufersweiler der „Pfad der Jüdischen Lyrik“ eröffnet. Der Förderkreis Synagoge und die Ortsgemeinde Laufersweiler laden ganz herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Treffpunkt ist um 16.00 Uhr am Jüdischen Friedhof, (Kelebann). Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Synagoge im Jahr 2011, war ein künstlerischer Wettbewerb gegen das Vergessen ausgeschrieben worden, an dem sich viele Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und siebzehn Jahren beteiligten. Die Bilder der Preisträger und einige ausgewählte Arbeiten wurden zu einem Lyrik-Pfad mit 10 Bildtafeln zusammengestellt. Darauf sind die prämierten Bilder zu sehen und die Gedichte, die den künstlerischen Arbeiten als Inspiration dienten. Mit den Bildtafeln will der Förderkreis inmitten der Natur zum Verweilen und Nachdenken einladen. Musikalisch wird die Eröffnung vom Kinderchor Laufersweiler gestaltet. Frau Dr. Petra Urban führt in das Thema ein. Um 18.00 Uhr wird im Restaurant „Schatulle“ in Laufersweiler eine Bilderausstellung eröffnet, bei der noch einmal alle eingereichten Arbeiten der Kinder gezeigt werden. Umrahmt wird die Vernissage von Klezmer-Musik.

 

 

 


 

 

 

 

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Zum 27. Januar 2012


Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2012


Der rheinland-pfälzische Landesverband arbeitet anlässlich dieses Gedenktages seit 1996 mit Partnern im ganzen Bundesland zusammen. Für den Gedenktag 2012 wurde der Landesverband vom Landtag Rheinland-Pfalz zu einer besonderen Kooperation eingeladen. Die Plenarsitzung des Landtags am 27. Januar 2012 wird die Opfer aus der Minderheit der Sinti und Roma in den Mittelpunkt des Gedenkens stellen.


Veranstaltungen:


Eröffnung der Ausstellung
Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma
am Mittwoch, 11. Januar 2012 um 13.00 Uhr
im Foyer des Landtags Rheinland-Pfalz, Deutschhausplatz 12, 55116 Mainz

 

Die deutschen Sinti und Roma sind eine alteingesessene nationale Minderheit. Als Nachbarn und Arbeitskollegen waren sie in das gesellschaftliche Leben und in die lokalen Zusammenhänge integriert. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde diese Normalität des Zusammenlebens systematisch zerstört. Die Ausstellung, die vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma erarbeitet wurde, dokumentiert den Völkermord an der Minderheit von der stufenweisen Ausgrenzung und Entrechtung im Deutschen Reich bis zur systematischen Ermordung im nationalsozialistisch besetzten Europa. Ausgehend von konkreten Einzelschicksalen wird die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten gegenüber der Minderheit nachgezeichnet. Den Dokumenten der Täter stehen die Zeugnisse ihrer Opfer gegenüber.
Die Ausstellung ist vom 11. Januar bis zum 3. Februar 2012 täglich außer an Wochenenden von 8 Uhr bis 17 Uhr zu sehen. An den Plenartagen (18. Januar ab mittags, 19. und 20. Januar, ganztags) ist der Besuch der Ausstellung angemeldeten Gruppen vorbehalten.
Für Schulklassen und Jugendgruppen werden ein pädagogisches Programm zur aktiven Auseinandersetzung mit den Ausstellungsinhalten sowie Gespräche zur aktuellen Lebenssituation der Minderheit angeboten.

 

Anmeldung:
Karin Eifler
Landtag Rheinland-Pfalz
Telefon: 06131 / 208-2496
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Kooperation von Landtag Rheinland-Pfalz und Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz


 


 


Rassismuserfahrungen in Deutschland
am Mittwoch, 18. Januar 2012 um 19.00 Uhr
im Synagogenzentrum der Jüdischen Gemeinde Mainz, Synagogenplatz 1, 55118 Mainz

Rassismus ist in Deutschland an der Tagesordnung, gerade Antiziganismus und Antisemitismus sind weit verbreitet – in der Öffentlichkeit besteht kaum ein Bewusstsein für diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die bis hin zu brutalen Übergriffen reicht. Tief verwurzelt sind jedoch Vorurteile, Hass und Feindschaft gegenüber Juden, Roma und Sinti, die die Betroffenen mit Verletzungen und Demütigungen im Alltag bis hin zu Übergriffen konfrontieren. Über die Ursachen der Diskriminierungen, ihre konkreten Auswirkungen in der Lebensrealität der Betroffenen, die notwendige Stärkung der Gesetzgebung bei Diskriminierung und rassistisch motivierter Gewalt sprechen Jacques Delfeld, Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Dr. Peter Waldmann, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.
Kooperation von Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz und Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz



 


Konzert  der Roma und Sinti Philharmoniker
am Donnerstag, 26. Januar 2012 um 20.00 Uhr in der Kirche St. Bonifaz, Bonifaziusplatz 1, 55118 Mainz,

Die Roma und Sinti Philharmoniker wurden im September 2002 mit dem Ziel gegründet, musikalische Werke aufzuführen, die in der Kultur der Roma und Sinti verwurzelt sind. Das Orchester möchte auch Komponisten dazu anregen, Werke zu schaffen, die sich mit der Welt der Roma und Sinti befassen oder von ihr inspiriert werden. Es ist weltweit das erste Orchester, das sich speziell diesem Anliegen widmet und besteht aus professionellen Instrumentalisten, die in verschiedenen Berufsorchestern Europas tätig sind. Träger des Orchesters ist der Philharmonische Verein der Sinti und Roma Frankfurt e. V., der es sich zum Ziel gesetzt, das musikalische Erbe der Sinti und Roma zu pflegen und zu fördern und einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen, indem zahlreiche Ensembles gegründet wurden, die der Musik der Sinti und Roma verpflichtet sind.
Das Konzert in Sankt Bonifaz ist das erste des Orchesters in Rheinland Pfalz. Die Philharmoniker werden in Streicherbesetzung und in Begleitung eines Trios traditioneller Roma-Musiker unter der Leitung von Riccardo M. Sahiti auftreten. Sie bringen traditionelle Musik der Roma aus Rumänien sowie Werke von Kálmán Cséki, Ciprian Porumbescu, Béla Bartók, Leo Weiner und Pablo de Sarasate zu Gehör.
Eine Anmeldung zu dem Konzert ist nicht erforderlich. Keine reservierten Plätze. Freier Eintritt.
Kooperation von Landtag Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur – Präventionsagentur gegen Rechtsextremismus, Dominikanerkloster, Pfarrei St. Bonifaz und Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz








http://www.vdsr-rlp.de    http://www.landtag.rlp.de

 

 


 

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Zum 27. Januar 2012


Erinnern - Gedenken - Mahnen

Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:00 Uhr
Heiliggeistkirche, Johannesstraße 6, 67346 Speyer

Die Gedenkstunde wird von Schülerinnen und Schülern Speyerer Schulen unter Mitwirkung von Oberbürgermeister Hansjörg Eger gestaltet.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkstunde stehen während der Zeit des Nationalsozioalismus verfolgte Christinnen und Christen.
Weitere Informationen, auch zu Ausstellung und Begleitprogramm: Thomas Sartingen, Tel.: 06232 / 102-190, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Veranstaltende:
Stadt Speyer, Katholische Erwachsenenbildung
Diözese Speyer
Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz
Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Pfalz

Ansprechpartner:
Thomas Sartingen
67343 Speyer
Tel.06232/102-190
Fax.06232/102-491

 

 


 

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Zum 27. Januar 2012

Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Zeit:
Freitag, 27. Januar 2012, 17.30 Uhr

Ort:
Beginn am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz; anschließend ab ca. 18.00 Uhr, in der Christuskirche, Friedrich-Ebert-Ring/Hohenzollernstraße

Die öffentliche Gedenkstunde der Stadt Koblenz für die Opfer des Nationalsozialismus beginnt mit einer Statio am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz. Sie wird um ca. 18.00 Uhr in der Christuskirche fortgesetzt. Dort sprechen Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Dr. Jürgen Schumacher. Ein interkonfessionelles Gebet mit Vertretern der christlichen Kirchen beschließt die Gedenkstunde.

Veranstaltende:

Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz,
Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit Koblenz,
Stadt Koblenz

 

 


 

Wie jedes Jahr erinnert der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in  Koblenz in Kooperation mit der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit und der Stadt Koblenz an die NS-Opfer aus Koblenz. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungen zum nationalen Gedenktag am 27. Januar 2012 steht die Opfergruppe der Juden. Sie traf zahlenmäßig und von der Schwere der Maßnahmen her die weitaus schlimmste Verfolgung. Konkreter Anlass für das Erinnern an sie sind zwei Jahrestage: Am 20. Januar jährt sich zum 70. Mal die sog. Wannsee-Konferenz und am 22. März ebenfalls zum 70. Mal die erste Deportation von Juden aus Koblenz und Umgebung.

Die Konferenz am Großen Wannsee in Berlin bereitete den Völkermord an den europäischen Juden, den Holocaust oder die Shoa wie man ihn auch nennt, vor. Auf ihr wurde nicht der Massenmord beschlossen – das geschah höchstwahrscheinlich durch einen nicht mehr auffindbaren Befehl Hitlers im Spätsommer/Frühherbst 1941. Vielmehr wurde auf ihr die Organisation in groben Zügen besprochen. Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD), berief diese Sitzung ein, zu der Vertreter aller „zuständigen“ Behörden erschienen waren: das Außenministerium, die Ministerien für Justiz und Inneres, das Amt für den Vierjahresplan, die Reichskanzlei und die Funktionäre der einzelnen SS-Dienststellen. Zunächst betonte Heydrich, die „Federführung bei der Bearbeitung der Endlösung der Judenfrage liege ohne Rücksicht auf geografische Grenzen zentral beim Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei (Himmler)“. Diese Kompetenz ging auf die schriftliche Ermächtigung Görings an ihn vom 31. Juli 1941 zurück, „alle erforderlichen Vorbereitungen (…) zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfrage“. In verschleiernder, grauenhaft beschönigender Sprache legte Heydrich den 15 Teilnehmern der Konferenz dar, wie der Völkermord an 11 Millionen Juden in ganz Europa organisiert würde. Die Juden sollten danach „in geeigneter Weise im Osten zum Arbeitseinsatz“ kommen, „wo zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird. Der allfällig endlich verbleibende Restbestand wird“ – so Heydrich weiter -, „da es sich bei diesem zweifellos um den widerstandsfähigsten Teil handelt, entsprechend behandelt werden müssen, da dieser, eine natürliche Auslese darstellend, bei Freilassung als Keimzelle eines neuen jüdischen Aufbaus anzusprechen ist.“

Auch die regionale Zeitfolge wurde festgelegt. Heydrich dazu: „Im Zuge der praktischen Durchführung der Endlösung wird Europa von Westen nach Osten durchgekämmt. Das Reichsgebiet einschließlich Protektorat Böhmen und Mähren wird, allein schon aus Gründen der Wohnungsfrage und sonstigen sozialpolitischen Notwendigkeiten vorweggenommen werden müssen. Die evakuierten Juden werden zunächst Zug um Zug in so genannte Durchgangsghettos verbracht, um von dort aus weiter nach dem Osten transportiert zu werden.“ Auch wurde der Personenkreis festgelegt, wobei hinsichtlich der in Mischehen lebenden Juden noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Die anwesenden Vertreter der Ministerien nahmen die Ausführungen ohne jeden Widerspruch zur Kenntnis.

Damit war die Vernichtung von Millionen Menschen – nur weil sie anders waren als die „Herrenmenschen“ der Nazis - auf den Weg gebracht. Es begann der Höhepunkt des menschenverachtenden Antisemitismus, der jahrzehntelang zuvor geschürt worden war und der seit der Machtübernahme der Nazis immer brutaler und umfassender in die Tat umgesetzt wurde.

Schon einige Wochen nach dem 30. Januar 1933 gab es die ersten Ausschreitungen gegen Juden. Am 1. April 1933 rief die NSDAP zum Boykott „jüdischer Geschäfte, jüdischer Waren, jüdischer Ärzte und jüdischer Rechtsanwälte auf“. Dem Terror der Straße folgte der Terror der Gesetze und der Bürokratie. Mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 wurden die meisten Beamte „nicht-arischer Abstammung“ in den Ruhestand versetzt, eine Woche später verloren viele jüdische Rechtsanwälte ihre Zulassung. Eine Flut von weiteren Gesetzen und „Durchführungsverordnungen“ schloss sich an: Juden durften keine Kassenärzte mehr sein, für jüdische Studenten galten Zulassungsbeschränkungen, jüdischen Dozenten und Arbeitern und Angestellten im öffentlichen Dienst wurde gekündigt, Juden durften keine Steuerberater mehr werden und konnten nicht mehr Vorgesetzte in der Wehrmacht sein. Kein Jude durfte mehr Redakteur oder ständiger Mitarbeiter einer Zeitung oder Zeitschrift sein. Juden wurden aus Sportclubs, von der Benutzung von Sportplätzen und Schwimmbädern ausgeschlossen. Überall gab es Schilder: „Juden sind hier unerwünscht!“ oder gar: „Hunden und Juden ist der Zutritt verboten!“.

Nach einer neuen Welle antijüdischer Hetze in der NS-Presse ergingen dann am 15. September 1935 die infamen „Nürnberger Rassengesetze“. Das „Reichsbürgergesetz“ erfand den Begriff des „Reichsbürgers“. Nur er sollte die vollen Bürgerrechte haben und diese waren den „Ariern“ vorbehalten. Die Juden waren nur noch „Staatsbürger“ – Bürger zweiter Klasse. Zugleich wurden die letzten jüdischen Beamten aus ihrem Amt entfernt. Das so genannte „Blutschutzgesetz“ erfand den Straftatbestand der „Rassenschande“. Danach war die Eheschließung und auch der außereheliche Geschlechtsverkehr zwischen Juden und „Ariern“ unter Strafe gestellt. Alsbald durften Juden eine Vielzahl von Berufen nicht mehr ausüben – und wenn, dann nur noch für ihre jüdischen Mitbürger.

Ende 1937 ging die „Schonfrist“ auch für die jüdischen Firmen und Banken zu Ende. Göring gab die Parole aus: „Die Juden müssen jetzt aus der Wirtschaft raus!“ Es begann die große Welle der „Arisierungen“, der mehr oder minder noch freiwillige Verkauf jüdischer Firmen und Geschäfte an „Arier“. Schon bald musste jeder Jude sein gesamtes in- und ausländisches Vermögen anmelden und durfte über sein Eigentum nur noch mit Genehmigung der Regierung verfügen.  

Im Sommer 1938 ergingen weitere Berufsverbote mit der Folge, dass sich ein Jude kaum noch in der Wirtschaft betätigen konnte. Zur gleichen Zeit wurde die besondere Kennkarte für Juden und die Verpflichtung zur Annahme des zusätzlichen jüdischen Zwangsvornamens „Sara“ bzw. „Israel“ verordnet.

Am 9. November 1938 inszenierte Goebbels zusammen mit der SA, der SS und der Gestapo das, was man heute „Reichspogromnacht“ nennt. Überall im Reich brannten die Synagogen. Am 11. November lag das offizielle Zwischenergebnis vor: 815 zerstörte Geschäfte, 29 in Brand gesetzte oder zerstörte Warenhäuser, 171 in Brand gesetzte oder zerstörte Wohnungen. 191 Synagogen waren in Brand gesteckt, 76 weitere vollständig demoliert. Dazu kamen Gemeindehäuser, Friedhofskapellen und andere jüdische Einrichtungen. Die endgültigen Zahlen lagen sehr viel höher.  Fast 100 Juden waren ermordet worden, noch mehr hatten Verletzungen erlitten. 20.000 bis 30.000 Männer verschleppte man in die Konzentrationslager. Es war der Übergang von der Ausgrenzung und Diskriminierung der Juden zu ihrer völligen Entrechtung und Vernichtung - dem Holocaust, der Shoa.

Wenige Tage später erließ Göring mehrere Verordnungen, mit denen die Juden nicht nur völlig aus dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen wurden, sondern auch noch für den gegen sie gerichteten Pogrom zahlen mussten: Die Versicherungssummen für Schäden durch den Pogrom wurden nicht den jüdischen Versicherungsnehmern ausgezahlt, sondern zugunsten des Deutschen Reiches beschlagnahmt. Aufgrund einer Verordnung zur „Wiederherstellung des Straßenbildes“ mussten alle Juden die entstandenen Schäden an ihren Geschäften und Wohnungen auf eigene Kosten beseitigen lassen. Allen deutschen Juden wurde eine Kollektivstrafe von einer Milliarde Mark auferlegt.

In den nächsten Tagen und Wochen ging ein Hagel neuer diskriminierender Verordnungen auf die Juden nieder. So wurden beispielsweise alle Juden von staatlichen Schulen und Universitäten ausgeschlossen, auch war der Besuch von Theatern, Konzerten, Museen, Sportplätzen und Bädern verboten. Immer neue Gemeinheiten ersannen die Bürokraten, etwa das Verbot, Haustiere zu halten. Der Mieterschutz für Juden war weitgehend aufgehoben. Wenn man ihnen kündigte, mussten sie in so genannte Judenhäuser umziehen.

Ab September 1941 musste jeder Jude vom 6. Lebensjahr an einen gelben Stern auf der Kleidung aufgenäht tragen. Damit war die öffentliche Demütigung und Brandmarkung vollkommen. Die Überwachung der verfolgten Minderheit wurde perfekt mit dem gleichzeitig erlassenen Verbot, den Wohnort ohne Genehmigung zu verlassen. Damit waren die Grundvoraussetzungen für die sich dann anschließende Deportation der Juden „nach dem Osten“ geschaffen. Nach und nach waren aus den Nachbarn Juden geworden und aus den Juden dann keine Menschen, sondern - wie der oberste Parteirichter der NSDAP bereits 1938 sagte – eine „Fäulniserscheinung“.

Ansatzweise erfahrbar wird diese Entwicklung von der Entrechtung zur Verfolgung und Vernichtung anhand von Einzelschicksalen Koblenzer Juden. Deshalb präsentiert der Förderverein Mahnmal Koblenz zum 27. Januar 2012 wieder beispielhaft die Biografien von 11 Koblenzer Einzelpersonen und Familien, die dieses Schicksal hier erlebt und erlitten haben und dann im Zuge der Wannsee-Konferenz „nach dem Osten“ deportiert und vielfach ermordet wurden.

Die Gedenkveranstaltungen beginnen am Freitag, dem 27. Januar 2012, um 17.30 Uhr mit einer Statio am Mahnmal für die NS-Opfer aus Koblenz auf dem Reichensperger Platz. Während Oberbürgermeister Prof. Hofmann-Göttig die Namen verliest, werden Schülerinnen und Schüler der Diesterwegschule und der Hans-Zulliger-Schule Biografien der Opfer an dem
Mahnmal anbringen. Anschließend, gegen 18.00 Uhr, findet dann die Gedenkstunde in der Christuskirche mit interkonfessionellem Gebet statt. Abgerundet werden die Veranstaltungen durch die Ausstellung der Deutschen Bahn AG „Sonderzüge in den Tod – Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn“, die noch bis zum 31. Januar 2012 jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr im DB Museum Koblenz-Lützel in der Schönbornsluster Straße 3 gezeigt wird.

 

 


 

 


 

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Zum 27. Januar 2012


Die Befreiung von Auschwitz - Freud und Leid


Eine szenische Collage

Ort:
Integrierte Gesamtschule und Realschule Plus Emmelshausen (Rhein-Mosel-Straße 85)  
Synagoge Laufersweiler (Kirchgasse 6)

27. Januar 2012 

8:15 und 10:00 Uhr     Integrierte Gesamtschule und Realschule Plus Emmelshausen
für Schüler und Gäste

18:00 Uhr Synagoge Laufersweiler

Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahres der Integrierten Gesamtschule und Realschule Plus Emmelshausen erinnern an den Tag der Befreiung des KZ Auschwitz  mit einer Lesung von Augenzeugenberichten, die die Vorgeschichte von Auschwitz  erläutern, aber auch die Zeit nach der Befreiung 1945. Die Aussagen entstammen dem Archiv des Förderkreises Synagoge Laufersweiler und wurden von Zeitzeugen der Rhein-Hunsrück-Region verfasst. Illustriert wird die Lesung mit Schülerfotos von einem Besuch der 10. Schuljahre in Auschwitz.

Veranstalter:

Förderkreis Synagoge Laufersweiler in Kooperation mit der Integrierten Gesamtschule und Realschule Plus Emmelshausen.

Ansprechpartner:

Christof Pies
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Tel. 06762/5269

 


Foto:  Israelischer Schüler Raz, Teilnehmer eines Jugendaustausches 2011, beim Eintrag ins Gästebuch der Synagoge Laufersweiler

 

 

 


 

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Zum 27. Januar 2012

Filmveranstaltung für Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger

Im Himmel, unter der Erde (90 Minuten)

27. Januar 2012  um 10.30 Uhr
Lux-Kinos
August-Bebel-Straße 7-9
67227 Frankenthal
Telefon (06233) 27110
E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Internet www.lux-kinos.de

Der Förderverein organisiert zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Freitag, 27. Januar 2012, 10.30 Uhr, eine Filmveranstaltung für Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger: „Im Himmel, unter der Erde“ (90 Minuten).

Im Norden der Stadt Berlin, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu liegt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerstört worden – ein Paradies für Geschichten-Sammler. Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar Köpke waren immer wieder auf dem Jüdischen Friedhof und haben einen höchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und können von jüdischer, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erzählen, von der dieser Ort erfüllt ist. Der Film wurde auf der Berlinale 2011 mit dem Panorama-Publikumspreis als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.


Als Zeitzeuge ist Harry Kindermann aus Ludwigshafen eingeladen.

Er kam 1927 in Berlin zur Welt. Seine Eltern waren zwar 1924 nach Palästina ausgewandert, kamen aber zurück nach Berlin, weil der Großvater – ein deutscher Patriot – verlangte, dass sein Enkel in Deutschland aufwachsen müsse. Der Großvater war es auch, der dem jungen Vater eine Stelle als Maurer auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee verschaffte, wo er als Chef der Fundamentebauabteilung bald ein gutes Einkommen erzielte. Weil ihn der Vater zum Spielen oft mit auf den Friedhof nahm, sagt Harry Kindermann von sich, dass er „praktisch auf dem Friedhof groß geworden“ sei. 1939, mit zwölf Jahren brachte ihm der Vater auf dem Friedhofsgelände sogar das Autofahren bei. Nach der Schließung der jüdischen Schulen in Deutschland wurde der vierzehnjährige Harry auf den jüdischen Friedhof zwangsverpflichtet. Sein Großvater, Träger des Eisernen Kreuzes, und die Großmutter wurden deportiert und ermordet. Harry Kindermann überlebte den Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter in einem Bautrupp, der im Auftrag von Adolf Eichmann Tiefbunker baute.
Nach der Befreiung arbeite er unter anderem als Bauleiter für die Firma Philipp Holzmann. Er heiratete 1950. Im Februar 1953 floh er aufgrund einer antisemitische Hetzkampagne mit Frau und Kind aus Ost-Berlin. Er zog nach Ludwigshafen und arbeitete bei der städtischen Baugesellschaft GAG. Er war mehrere Jahre Vorsitzender und Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz.

Bereits im Jahr 2008 besuchten rund 300 Schülerinnen und Schüler des Albert Einstein Gymnasiums, des Karolinen Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen den Film „Am Ende kommen Touristen“

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz.


Veranstalter / Veranstaltende
Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal e.V.
Neugasse 36
67227 Frankenthal
Internet: www.juden-in-frankenthal.de
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Herbert Baum (1. Vorsitzender)

 

 

 


 
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