Free Joomla Templates by Web Hosting

PostHeaderIcon Archiv 2014 / 2013

Stolpersteine in Staudernheim


Der Museumsverein Synagoge Staudernheim e.V. regt an, für die ermordeten Staudernheimer Juden Stolpersteine zu legen. Um über die Personen zu informieren, die der Verein für die Stolpersteine vorschlägt, wird am Sonntag, den 10. März um 15 Uhr eine Ausstellung mit Informationen über diese Personen in der ehemaligen Synagoge Staudernheim, Am Wolfsgang 3, eröffnet. Nach der Ausstellungseröffnung wird um 16 Uhr der Dokumentarfilm „Stolperstein“ von Dörte Franke aus dem Jahr 2008 gezeigt. Die Ausstellung und der Film sollten dazu dienen, die Entscheidungen, die zur Verlegung von Stolpersteinen getroffen werden müssen, zu erleichtern. Alle Interessenten sind hierzu herzlich eingeladen.

Die Ausstellung wird auch an den Wochenenden in März zu besichtigen sein.

Das sind der 16. + 17., 23. + 24., 30. + 31. März jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Alle Interessierten - insbesondere  alle Bürger von Staudernheim - sind herzlich eingeladen in die alte Synagoge.

Museumsverein Synagoge Staudernheim e. V.
c/o Raymond Wolff
1. Vorsitzender
Wildenbruchplatz 5
12045 Berlin
Tel.: 030-6878149

 

 


 

Erzählcafé zu Hugo Salzmann am 20. März 2013 mit
Julianna Salzmann, Joachim Hennig und einer kleinen Skulpturen-Ausstellung.

Am 20. März 2013 berichtet Hugos Salzmanns Tochter Julianna Salzmann zusammen mit dem Autor Joachim Hennig über ihren Vater, den Kreuznacher Kommunisten, Gewerkschafter, Kommunalpolitiker und Künstler Hugo Salzmann. Beide haben vor kurzem seine Lebensgeschichte sehr umfangreich aufgearbeitet und dargestellt und präsentieren sie nun in einem Gespräch mit einer Powerpoint-Präsentation.

Konkreter Anlass hierfür sind zwei ganz unterschiedliche Jahrestage: Vor 80 Jahren, kurz nach der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933, begannen die Verfolgungen der Kommunisten und Gewerkschafter. Einer der meistgesuchten in Bad Kreuznach und Umgebung war Hugo Salzmann. Für sein Ergreifen „tot oder lebendig“ hatten sie ein Kopfgeld von 800 Reichsmark ausgesetzt. Nur unter Lebensgefahr konnte er untertauchen und ins Exil fliehen. Der zweite aktuelle Anlass ist, dass Hugo Salzmann am 4. Februar 1903 geboren wurde, er wäre also im letzten Monat 110 Jahre alt geworden. Bis auf die Zeit seiner mehr als 12 Jahre langen Verfolgung und des Exils lebte und wirkte er in Bad Kreuznach. In seiner Heimatstadt starb er am 14. Oktober 1979.

In diesen 76 Jahren erlebte und durchlitt er vier Epochen der jüngsten deutschen Geschichte: Das ausgehende Kaiserreich, zuletzt als Metalldreher-Lehrling und Jung-Gewerkschafter, dann die Weimarer Republik als Jungkommunist, Betriebsratsvorsitzender, KPD-Stadtverordneter und Reichstagskandidat, dann den Nationalsozialismus als politischer Flüchtling, Emigrant in Paris, Mitglied der dortigen Emi-Leitung, Inhaftierter im Konzentrationslager Le Vernet, Gestapohäftling und vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu acht Jahren Zuchthaus Verurteilter, dann die Nachkriegszeit zunächst als „Mann der ersten Stunde“ in Politik, Gewerkschaft und Gesellschaft in Bad Kreuznach, und dann schließlich die weiteren Jahre, in denen er durch das KPD-Verbot des Bundesverfassungsgerichts 1956 seiner politischen Heimat und Betätigung beraubt, „nur“ noch als Gewerkschaftssekretär und „Hobbykünstler“ aktiv war.

Neben diesem „öffentlichen“ Hugo Salzmann gab es den Privatmann, den Genossen, den Kameraden, den Ehemann und den Vater Hugo Salzmann. Salzmann war dreimal verheiratet. Die erste Ehe mit Änne Buchert Ende der 1920er war ein Irrtum. Sie ging schon nach wenigen Monaten in die Brüche. Die zweite Ehe mit Julianna Sternad ging er im Jahr 1932 ein. Sie war geprägt von Flucht, Exil und Verfolgung. Praktisch die Hälfte der Ehezeit lebten die beiden getrennt – in Konzentrationslagern, Gefängnissen und im Zuchthaus. Am 6. Dezember 1944 starb Julianna im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, während ihr Mann Hugo im Zuchthaus von Butzbach seine mehrjährige Haftstrafe verbüßte. Aus dieser 2. Ehe stammt der heute 80-jährige Sohn Hugo, der seit Jahrzehnten mit seiner Familie in der Heimat seiner Mutter in Graz/Österreich lebt. Nach dem Krieg ging Hugo Salzmann die dritte Ehe mit Maria Schneider ein. Aus dieser Ehe ging Frau Julianna Salzmann hervor, sie erhielt den Vornamen der zweiten Frau ihres Vaters, Julianna.

Über dieses sehr bewegte und bewegende Leben ihres Vaters wird Julianna Salzmann zusammen mit dem Autor Joachim Hennig im Gespräch einen vertiefenden Einblick geben. Außerdem wird sie in einer kleinen Ausstellung einige Schnitzarbeiten ihres Vaters, die Jahrzehntelang nicht mehr in Bad Kreuznach gezeigt wurden, präsentieren.

 

 

"Porträt eines Kreuznachers. Der Kommunist Hugo Salzmann."

Mittwoch, dem 20. März 2013, um 19.00 Uhr, Bad Kreuznach, im Schloßparkmuseum, Jagdzimmer.

Veranstalter ist die Stiftung Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach

 


 


 

Einladung

Präsentation der virtuellen Ausstellung:

Hugo Salzmann (1903 – 1979): Kommunist – Gewerkschafter – Künstler aus Bad Kreuznach

Samstag, 2. Februar 2013, 16.00 Uhr in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

 

Foto: Familie Salzmann

 

Vor 80 Jahren: „Tot oder lebendig“

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit den Gedenkveranstaltungen des Landtages zur Machtübernahme der Nazis vor 80 Jahren. Einen Monat nach der „Machtergreifung“ suchten SA und SS Hugo Salzmann auf Fahndungsplakaten „Tot oder lebendig“ und lobten ein „Kopfgeld“ von 800 Reichsmark aus. Wer war dieser Hugo Salzmann?

Geboren wurde er am 4. Februar 1903 – also vor nunmehr 110 Jahren – als Sohn eines Glasbläsers und einer Näherin in Kreuznach an der Nahe. In seiner Heimatstadt starb er am 14. Oktober 1979. In diesen 76 Jahren erlebte und durchlitt er vier Epochen der jüngsten deutschen Geschichte: Das ausgehende Kaiserreich, zuletzt als Metalldreher-Lehrling und Jung-Gewerkschafter, die Weimarer Republik als Jungkommunist, Betriebsratsvorsitzender, KPD-Stadtverordneter und Reichstagskandidat, den Nationalsozialismus als politischer Flüchtling, Emigrant in Paris, Mitglied der dortigen Emi-Leitung, Inhaftierter im Konzentrationslager Le Vernet, Gestapohäftling und vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu acht Jahren Zuchthaus Verurteilter, die Nachkriegszeit zunächst als „Mann der ersten Stunde“ in Politik, Gewerkschaft und Gesellschaft in Bad Kreuznach, dann durch das KPD-Verbot des Bundesverfassungsgerichts 1956 seiner politischen Heimat und Betätigung beraubt, „nur“ noch als Gewerkschaftssekretär und „Hobbykünstler“.

Dieses bewegte und bewegende Leben Hugo Salzmanns hat der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. Joachim Hennig zusammen mit Hugo Salzmanns Tochter Julianna Salzmann aufgearbeitet und in einer sehr umfangreichen Darstellung mit vielen Abbildungen, Fotos, Statistiken, Schaubildern, Landkarten und Sprach- und Film-Sequenzen mit Hugo Salzmanns Arbeiten sowie Zeitzeugen dokumentiert. Diese Ausstellung ist nur im Internet auf der Homepage des Fördervereins Mahnmal Koblenz zu sehen (www.mahnmalkoblenz.de).

Als Promotion und aus Anlass der 80. Wiederkehr der Machtübernahme der Nazis sowie des 110. Geburtstages von Hugo Salzmann zeigt die Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Fördeverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. als Film eine etwa einstündige Präsentation dieser virtuellen Ausstellung.

3. Programm

Begrüßung:

Frau Dr. Beate Welter, Leiterin der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Einführung in die Präsentation:

Joachim Hennig, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.

Präsentation der virtuellen Ausstellung

Gespräch

Mit Frau Julianna Salzmann und dem Autor Joachim Hennig

Im Begleitprogramm zeigt Frau Julianna Salzmann in einer kleinen Ausstellung Skulpturen ihres Vaters

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

 

 


 

 

 

 


 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL