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PostHeaderIcon Archiv 2014 / 2013

Gedenkveranstaltung zur "Reichspogromnacht" am 9. November 2013

Foto:

Der Gedenkstein in der Glockengasse erinnert an die Synagoge. Hier findet jedes Jahr am 9. November der Abschluss der Gedenkveranstaltung zur "Reichspogromnacht" statt.17 Uhr

17 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche (Rathausplatz)

18.15 Uhr

Gang von der Dreifaltigkeitskirche zum Gedenkplatz in der Glockengasse

18.30 Uhr

Gedenken am Gedenkstein in der Glockengasse:

"Herrlich ist es, wenn Menschen sich als Brüder erkennen und lieben"

Herbert Baum (Förderverein für jüdisches Gedenken)

Die Nacht vom 9. auf 10. November 1938 bleibt den Juden weltweit als "Reichspogromlnacht" bis heute in Erinnerung. In 48 Stunden wurden in Deutschland mindestens 91 Juden ermordet, mehr als 1400 Synagogen und Beträume verwüstet und etwa 7500 Geschäfte geplündert.

Auch in Frankenthal wurde am Morgen des 10. November die Synagoge in der Glockengasse in Brand gesteckt. Der Brand der Synagoge war allerdings nur der erste Teil der schrecklichen Tragödie. Noch während die Feuerwehr die Flammen bekämpfte, zogen Frankenthaler Nationalsozialisten durch die Stadt und verwüsteten zahlreiche jüdische Geschäfte und Wohnungen. Ihnen folgte wenig später die Geheime Staatspolizei (Gestapo), die 23 Frankenthaler Juden in "Schutzhaft" nahm, unter anderem Julius Abraham und Carl Schweitzer. Sie wurden am nächsten Tag in das Konzentrationslager Dachau bei München überführt. Zahlreiche Frankenthaler wurden Zeugen der Zerstörungen und Plünderungen, die bis in die späten Nachmittagsstunden dauerten. Die jüdischen Frauen und Kinder wurden auf Anordnung der NSDAP-Gauleitung noch am 10. November aus der Pfalz ausgewiesen.

Foto:

Die Synagoge auf einer Postkarte um 1900.

Am 28. August 1885 fand die Einweihung der neuen Synagoge statt. Die Frankenthaler Zeitung schrieb am 29. August 1885 ausführlich über das Fest:

Der "Wettergott konnte der herzlichen allseitigen Teilnahme unserer gesamten Bevölkerung an dem Fest keinen Eintrag thun". Die Straßen der Stadt "zeigten einen nie gesehenen Flaggenschmuck in den Farben des Landes und des Reiches. Da und dort erblickte man auch das dem Auge so gefällige Schwarz-Rot-Gold, das Banner der alten Demokratie."

"Das eigentliche Fest nahm abends um 6 Uhr seinen Anfang und begann mit dem Zuge der zahlreichen Festteilnehmer unter Vorantritt der vollständigen Kapelle der Speierer Pioniermusik von dem bisherigen israelischen Betlokale - dem Hause des Herrn J. Tropf in der Bahnhofstraße - nach der neuen Synagoge."

In seiner Festpredigt erinnerte der Bezirksrabbiner Dr. Jakob Salvendi auch an eine Zeit, "die leider nicht frei sei von betrübenden Merkmalen des Glaubens- und des Rassenhasses."

Er beendete seine Rede mit den Worten: "Herrlich ist es, wenn Menschen sich als Brüder erkennen und lieben."

Am 29. August 1885 fanden nachmittags ein Konzert mit der Pionierkapelle sowie ein Kinderfest statt. Abends gab es in der "Turnhalle" einen Ball.

Die Synagoge hatte eine Orgel, farbige Glasfenster und eine Kuppel mit goldenen Sternen auf blauem Hintergrund, 200 Männersitze im Erdgeschoss und 110 Frauensitze auf der Empore.

Rechts neben der Synagoge stand das Gemeindehaus, wahrscheinlich zwei hintereinanderliegende Wohnhäuser mit Hof und Garten für den Gemeindediener und den Kantor.

 

Infos:

Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal
Neugasse 36
67227 Frankenthal (Pfalz)
Telefon: +49  6233   69662

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

 


 

Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. - Trier


Rundgang zu 75 Jahre Pogromnacht


Zum Gedenken an die Pogromacht vor 75 Jahren veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Frieden am 9. November mit Unterstützung des Referats Antirassismus/ Antifaschismus des AStA der Universität Trier den Stadtrundgang „Trier im Nationalsozialismus“ mit dem Schwerpunkt Pogromnacht und Zerstörung jüdischer Geschäfte 1938 in Trier.

„Wir erinnern an die Geschehen während des Nazi-Terrors und des Widerstandes in Trier und wollen damit auch rechts­radikalen Bestrebungen und Antisemitismus heute entgegen­treten sowie zu Demokratie und Zivilcourage zu ermutigen.“ erläutert Markus Pflüger die antifaschistischen Rund­gänge der AG Frieden, die auch für Erwachsenen-Gruppen und Schulklassen auf Anfrage durch­geführt werden.

Treffpunkt für die kostenlosen rund 90 minütige Führung ist am 9.11. um 15.00 Uhr an der Gedenktafel Sichelstraße 36
(Haus Fetzenreich in Trier).

In Trier fand die „Synagogenbrandnacht“ in den frühen Morgenstunden des 10.11.1938 statt. Das Innere der Synagoge in der Zuckerbergstraße wurde geplündert und zerstört. Nazis zertrümmern die Scheiben jüdischer Geschäfte, drangen in Verkaufsräume z.B. in Neu- und Brotstraße ein, schlugen alles kurz und klein, plünderten Wohnungen und Privat­häuser und zerstörten in sinnloser Wut alles, was ihnen in den Weg kam, so Berichte aus Trier

In Deutschland brannten in der Pogromnacht über 2000 Synagogen, insgesamt wurden über 2500 Juden ermordet.
Die Pogromnacht gilt als Auftakt der Verschleppung und Ermordung jüdischer Bürger und letztendlich der industriemäßigen Vernichtung europäischer Juden durch den deutschen Faschismus.

Weitere Infos zum Thema unter: http://www.stattFuehrer.de

Ansprechpartner für Rückfragen: Markus Pflüger 0651/9941017

 

 


 

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 findet in Dahn seit über zwanzig Jahren traditionell eine Gedenkveranstaltung statt. In diesem Jahr gedenken wir der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November vor 75 Jahren bewusst mit einem theologischen Thema. Wir wollen uns als Christen bewusst machen, wie oft Christen in der Vergangenheit ihre Wurzeln mit dem Glauben Israels verraten haben. Viel Unrecht und Gewalt, Leid und Tod wären Juden erspart geblieben, wenn Christen die Bibel bezeugt und gelebt hätten.


Was Christen über das Judentum wissen sollten - Judentum für Christen erklären


Termin:  Samstag, 9. November März 2013, 19 Uhr

Ort:
Bürgersaal der Verbandsgemeindeverwaltung Dahner Felsenland,
Schulstraße 29, 66994 Dahn

Referent:   Pfarrer i. R. Ewald Sonntag

Obwohl das Christentum historisch und theologisch aus dem Judentum heraus entstanden ist, herrscht unter Christen weithin Unwissenheit über die „älteren Brüder im Glauben“, wie Papst Johannes Paul II. die Juden einmal bezeichnet hat. Jesus selbst ist im jüdischen Glauben aufgewachsen, und den größeren Teil ihrer Bibel haben die Christen mit den Heiligen Schriften der Juden gemeinsam. Trotzdem sind die Vorstellungen, die sich Christen von jüdischem Leben und Glauben machen, oft genug von Unkenntnis und Vorurteilen geprägt. Nicht selten hat auch ein falsches Verständnis neutestamentlicher Texte durch christliche Theologen dazu beigetragen.

Dem will der Referent entgegen wirken. Dabei lässt er anhand authentischer Texte den jüdischen Glauben selbst zu Wort kommen.

Nach dem Vortrag wird das Buch: Jüdisches Leben in der Pfalz – Ein Kultur-Reiseführer vorgestellt. Das Buch erscheint am 30.10.2013 und kostet 12,95 Euro. In seinen drei Beiträgen Wasgau – Sickingerhöhe – Saarpfalz zeigt Autor Otmar Weber kenntnisreich auf, dass in der Südwest- und Saarpfalz reichlich und interessante Zeugnisse jüdischen Lebens erhalten sind, die zu besuchen sich allemal lohnt.

Veranstalter sind:
Die Stadt Dahn,
die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland,
die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz und der Arbeitskreis Judentum im Wasgau.


Wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

Elisabeth & Otmar Weber
Arbeitskreis Judentum im Wasgau
Schillerstraße 10b, 66994 Dahn

Tel: 06391 – 2331
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

 


 

Donnerstag, 21.11.2013 19:00 Uhr Tivoli Kastellaun

Gastspiel der Berliner Compagnie: „Anders als du glaubst“

Ein Theaterstück über Juden, Moslems, Christen und den Riss durch die Welt.

Unter dem Deckmantel der Religion werden machtpolitische und wirtschaftliche Interessen ausgetragen. Fanatische Gläubige gehen aufeinander los, Religion muss für Terror, Eroberung, Besatzung, Mord und Totschlag herhalten: Anhänger verschiedener Religionen treffen sich nach einem tödlichen Anschlag in einem postmortalen Niemandsland und streiten - bis sie merken, dass es gemeinsame Ziele geben muss.

Eintritt: Erwachsene: 10,- €, ermäßigt: 5,-€

Veranstalter:

Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V
Christof Pies, Vorsitzender
Hasselbacher Str. 16
56288 Kastellaun

 


 

Sonntag , 17.11.2013 18:00 Uhr Synagoge Laufersweiler

Ausstellungseröffnung: Haus des Lebens – Jüdische Friedhöfe im Rhein-Hunsrück-Raum

Der Fotoclub im Hunsrücker Volksbildungsverein Simmern hat es sich seit einem Jahr zur Aufgabe gemacht, alle jüdischen Friedhöfe und Gedenkstätten des Rhein-Hunsrück-Kreises und im rechtsrheinischen Bornich (für St. Goar und Werlau) zu fotografieren. Die Ergebnisse der Fotografinnen und Fotografen werden in digitaler und traditioneller Form vorgestellt und mit Erläuterungen versehen.


Veranstalter:

Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V

Christof Pies, Vorsitzender
Hasselbacher Str. 16
56288 Kastellaun

 

 


 
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