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PostHeaderIcon Archiv 2010-08

Aus der Geschichte lernen: Für die Werte von Freiheit und Demokratie eintreten

-Programmheft zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 2010


Gedenken, Erinnern, Nachdenken und Handeln. Der Gedenktag für Opfer des Nationalsozialismus hat für Landtagspräsident Joachim Mertes einen ganz konkreten Bezug zur Gegenwart. „Denn das Wissen um die Geschichte und die Fähigkeit, sich in die Schicksale der Opfer einzufühlen, beugt der Beliebigkeit und dumpfen Ausgrenzungsmechanismen wirksam vor.“, so Mertes im soeben erschienenen Programmheft, das einen Überblick über die Veranstaltungen und Initiativen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2010 in der Landeshauptstadt Mainz, in Koblenz, Trier und anderen Orten im Land sowie in den Gedenkstätten Osthofen und Hinzert gibt. Der Landtag Rheinland-Pfalz, die Stadt Mainz und zahlreiche Institutionen laden die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen und dadurch der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Allein in Mainz finden über zwanzig Veranstaltungen statt, von Stadtrundgängen über Lesungen, Andachten und Konzerten bis hin zu Ausstellungen von Schülern für Schüler. Einen Schwerpunkt setzen die Veranstaltungen beim Thema „Christen im Nationalsozialismus – zwischen Verfolgung, Widerstand und Anpassung“ Im Landtag wird die Ausstellung „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ über den aus Dickenschied im Hunsrück stammenden Pfarrer Paul Schneider gezeigt, der 1939 im KZ Buchenwald ermordet wurde. In der Gedenksitzung des Parlaments wird der Mainzer Ehrenbürger Monsignore Klaus Mayer als Zeitzeuge und ehemaliger Pfarrer von St. Stephan sprechen. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche veranstaltet der Landtag einen Vortragsabend zur Haltung der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus „Zwischen ideologischer Hilfeleistung und Fundamentalopposition“. „Besonders wichtig scheint mir, dass viele Veranstaltungen von jungen Menschen organisiert werden. Aber auch allen anderen Initiativen, den Kirchen, Institutionen und Einrichtungen bin ich dankbar dafür, dass so das Gedenken gesellschaftlich breit getragen wird.“, sagte Mertes. Das Gedenken und Erinnern sei zugleich „eine Antriebsfeder dafür, nicht nur den Wert von Freiheit und Demokratie zu begreifen, sondern auch für ihn einzutreten, damit jeder Ansatz von Rassenwahn und Unmenschlichkeit im Keim erstickt wird – heute und morgen.“, so Landtagspräsident Joachim Mertes und Oberbürgermeister Jens Beutel im Geleitwort zum Programm.

Das (PDF-) Programmheft kann HIER heruntergeladen werden.

 

Änderungen und Ergänzungen nach dem Druck der Broschüre:

Ausstellung: Standhaft trotz Verfolgung / Koblenz :
Öffnungszeiten der Ausstellung: montags bis freitags von 8 – 17 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr.

Die Ausstellungseröffnung am Mittwoch, dem 13. Januar 2010, sowie alle Begleitveranstaltungen zur Ausstellung (Filmabend am Montag, dem 18. Januar 2010, Zeitzeugengespräch am Donnerstag, dem 21. Januar 2010, und Vortrag und Präsentation am Montag, dem 1. Februar 2010) finden jeweils im Historischen Rathaussaal statt und begínnen um 19 Uhr.

 

 

 

 


 


Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2010


Gedenken und Mahnen - Öffentliche Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

mit Oberbürgermeister Hans Georg Löffler  und Schülerinnen und Schülern Neustadter Schulen

am Mittwoch, 27.01.10, 18.00 Uhr in der Stiftskirche Neustadt/W
.

In Anschluss an das Gedenken wird die Ausstellung „Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeit des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945“ eröffnet.

Die Ausstellung ist vom 27. Januar bis 13. Februar
in der Stiftskirche zu sehen. Sie ist eine Leihgabe der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ mit Sitz in Warschau.

Veranstaltende: Evangelische und Katholische Kirchen in Neustadt, die Friedensinitiative und die Stadt Neustadt

Weiterführende Informationen:
Tel: 06321-39 89 34,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.friedensforum-neustadt.de  oder  http://www.neustadt.eu

Für Rückfragen:

Eberhard Dittus
Prot. Dekanat Neustadt
Schütt 9
67433 Neustadt/W.
Fon: 06321-39 89 34,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.




Foto:  Grabstein eines 12-jährigen  polnischen Zwangsarbeitermädchens  auf dem Friedhof in Neustadt/W.


 

 

zum 27. Januar 2010:

Stadtrundgang: „Stolpersteine erzählen“

Mi 27. Januar 2010 um 17.00 Uhr

Treffpunkt: FUZ Friedens- & Umweltzentrum Pfützenstr.1 Trier

Veranstalter: AG Frieden e.V.

Zum Nationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust am 27. Januar lädt der Arbeitskreis „Trier in der NS-Zeit“ der AGF zu einem Stadtrundgang ein:
Nazi-Opfer in Trier-Süd und Trier-Mitte, für die „Stolpersteine“ verlegt wurden, stehen im Mittelpunkt dieser etwas anderen Stadtführung.
Unter dem Motto „Stolpersteine erzählen“ werden die Lebensgeschichten ehemaliger Trierer Bürgerinnen und Bürger vorgestellt.
Die Ermordeten waren als Juden, Sinti und Roma, Kommunisten oder Christen Teil der Trierer Gesellschaft und wohnten mitten in der Nachbarschaft. Der Rundgang führt zu rund 25 der inzwischen über 90 Stolpersteine in Trier.
Diese dezentralen Mahnmale werden am letzten Wohnort der Opfer des Naziregimes ebenerdig ins Straßenpflaster gelassen. Damit TriererInnen nicht vergessen werden, die den Nazis aufgrund des Rassenwahns oder weil sie der Diktatur im Wege standen, deportiert und ermordet wurden. Die ‚Stolpersteine’ sollen zur Wachsamkeit mahnen und zum Engagement gegen heutige braune Anfänge ermutigen. Der Rundgang dauert rund 2 Stunden und endet in der Neustraße. Die Stadtrundgänge „Trier im Nationalsozialismus“ sowie „Stolpersteine erzählen“ werden auf Anfrage auch für Gruppen und Schulklassen durchgeführt.

 


 

Infos T. 0651/9941017 -  http://www.stattfuehrer.de

AGF-Trier
Pfützenstr. 1
54290 Trier
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

 

Verweigerte Rückkehr- Erfahrungen nach dem Judenmord

Erinnerung an Hans Frankenthal

Als Hans Frankenthal 1945 in seinen Geburtsort im westfälischen Schmallenberg zurückkehrte, hatte er die Haft in Auschwitz, in Mittelbau-Dora und in Theresienstadt überlebt. Er war Zwangsarbeiter in Auschwitz-Monowitz beim Bau des dortigen IG-Farben-Werkes. Als er 1945 von der Roten Armee befreit wird, war er gerade 19 Jahre alt. Er und sein Bruder waren die einzigen Überlebenden der Familie.
Nach seiner Rückkehr lebte in Schmallenberg keine Jude mehr und niemand interessierte sich für seine grauenhaften Erfahrungen im KZ und als Zwangsarbeiter; auch nicht für die Leiden der jüdischen Bevölkerung Europas während des Faschismus, weshalb Hans Frankenthal es jahrzehntelang vorgezogen hat zu schweigen. Später war er aktiv im Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe und wurde Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland. 1986 gründete er mit anderen Überlebenden das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik und wurde dessen stellvertretender Vorsitzender. Er war bis zu seinem Tod unermüdlich an den Kämpfen für die Auflösung der „IG-Farben in Liquidation“ beteiligt und trat u.a. auf deren Aktionärsversammlungen entschieden für eine angemessene Entschädigung aller Zwangsarbeiter ein.
Hans Frankenthal starb vor zehn Jahren – im Dezember 1999.
Das Leben Hans Frankenthals offenbart den Terror der NS-Herrschaft und den Jahrzehnte währenden Unwillen der deutschen Gesellschaft, sich mit dem Faschismus und Antisemitismus und seinen Wurzeln auseinander zusetzen.
In der Veranstaltung zeigen wir Filmaufnahmen aus Interviews und Gesprächen mit Hans Frankenthal (u.a. mit der Shoa-Foundation).
Eine Lesung aus der Biographie gewährt Einblick in sein Leben und sein historisches Verständnis.
Ein Gespräch mit Florian Schmaltz, einem der Biographen, schließt die Veranstaltung ab.

Samstag, 30. Januar 2010
17:00 Uhr
Antiquariat am Ballplatz, Mainz

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) – Kreisvereinigung Mainz-Bingen

 

Frankenthal erinnert am  9. November 2009 an den 71. Jahrestag der „Reichskristallnacht“


18.30 Uhr:
Vor dem Rathaus spricht Oberbürgermeister Theo Wieder zum Thema
18.40 Uhr:
Gang zur Gedenkstätte in der Glockengasse
19.00 Uhr:
Gedenkveranstaltung in der Glockengasse

 

 

 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen. Drei Tage vorher hatte der 17-jährige Herschel Grynspan den deutschen Diplomaten Ernst von Rath in Paris erschossen. Er wollte mit dieser Tat seine Eltern rächen, die im Oktober nach Polen abgeschoben worden waren. Den Nationalsozialisten kam seine Tat gerade recht. Sie hatten schon lange einen Anlass gesucht, um die „Arisierung der deutschen Gesellschaft“ – so der offi-zielle Sprachgebrauch – zu beschleunigen. Die Juden sollten zu beschleunigter Auswanderung bewegt und ihr Vermögen beschlagnahmt werden.

In Frankenthal wurde die Synagoge am Morgen des 10. November in Brand gesteckt.
Der Brand der Synagoge war allerdings nur der erste Teil der schrecklichen Tragödie. Noch während die Feuerwehr die Flammen bekämpfte, zogen Frankenthaler Nationalsozialisten durch die Stadt und verwüsteten zahlreiche jüdische Geschäfte und Wohnungen. Ihnen folgte wenig später die Geheime Staatspolizei (Gestapo), die 23 Frankenthaler Juden in „Schutz-haft“ nahm. Sie wurden am nächsten Tag in das Konzentrationslager Dachau bei München überführt. Zahlreiche Frankenthaler wurden Zeugen der Zerstörungen und Plünderungen, die bis in die späten Nachmittagsstunden dauerten.

Die jüdischen Frauen und Kinder wurden auf Anordnung der NSDAP-Gauleitung noch am 10. November aus der Pfalz ausgewiesen. Die meisten von ihnen fanden bei Verwandten oder Bekannten in Mannheim Unterkunft. Sie durften am 23. November nach Frankenthal zurückkehren. Die meisten Männer blieben bis Ende des Jahres in Dachau in Haft.

1950 wurde gegen 17 mutmaßliche Teilnehmer des Pogroms vom 10. November 1938 Anklage erhoben. Vier von ihnen wurden wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit verurteilt. Sieben wurden freigesprochen, gegen sechs wurde das Verfahren eingestellt. Die durch Bomben im Krieg zerstörte Synagoge wurde 1952/53 abgerissen. Es entstand das Capitol-Kino.

Erinnern, gedenken und lernen - Gedenkveranstaltung am 9. November 2009
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.


Die Stadt Frankenthal und der Bezirksverband Pfalz beteiligen sich an der weltweiten Initiative zur Errichtung eines Gedenk- und Versöhnungshügels in Oswiecim (Auschwitz). Eine Delegation unter der Leitung von Oberbürgermeister Theo Wieder hat am 14. Juli für dieses Projekt zwei Gedenksteine übergeben. Die Steine, die in allen Teilen der Erde gestiftet werden, sind Bestandteil des 32 Meter hohen Hügels (Foto), in dessen Innern ein Veranstaltungssaal für rund 600 Menschen entsteht.

Auschwitz ist heute nicht nur ein Ort, an dem an die Ermordung von rund 6 Millionen europäischer Juden erinnert wird. Im so genannten Stammlager I, einer ehemalige polnischen Kaserne, wurden nach dem Überfall auf Polen tausende polnischer Männer und Frauen ermordet. Das Stammlager I. diente bis zur Befreiung durch die Sowjetische Armee am 27. Januar 1945 als Konzentrationslager für tausende Menschen.

Der polnische Pater Maximilian Maria Kolbe wurde am 14. Februar 1941 verhaftet, weil er  2.300 Juden sowie polnischen und ukrainischen und griechisch-katholischen Flüchtlingen Zuflucht gewährte. Er wurde in das Warschauer Zentralgefängnis gebracht und im Mai 1941 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau verlegt, wo er weiter als Priester und Seelsorger wirkte. Am 29. Juli 1941 wurden (zehn) Männer als Vergeltungsmaßnahme für eine nur vermutete Flucht eines anderen Häftlings isoliert. Sie sollten mit ihrem Tod für die Flucht büßen. Als einer der Männer, Franciszek Gajowniczek, auf das Schicksal seiner Familie hinwies, bat Pater Kolbe den KZ-Kommandanten Karl Fritzsch, den Platz von Gajowniczek einnehmen zu dürfen. Am 31. Juli 1941 kam er mit den anderen Männern in den berüchtigten „Hungerbunker“. Dort betete er mit seinen Leidensgenossen und tröstete sie. Am 14. August wurden Pater Kolbe und drei andere Verurteilte, die noch nicht verhungert waren, durch Phenolspritzen umgebracht und im Krematorium verbrannt. Franciszek Gajowniczek überlebte das KZ und starb 1995. Mit Texten und Fotos erinnern Werner Schäfer und Sieglinde Ganz-Walter an das Wirken von Maximilian Kolbe.

Auch Philipp Adler, Ludwig Adler, Alice Adler und Lotte Eva Adler aus Frankenthal wurden von Frankreich nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Vier Stolpersteine erinnern heute an die viele Jahrzehnte in Frankenthal ansässige Familie.

Das jüdische Mädchen Anne Frank und seine Schwester Margot aus Frankfurt starben im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Hunger, Entkräftung und einer Krankheit. Nach ihrer Verhaftung im September 1944 in Amsterdam war die Familie Frank nach Auschwitz II deportiert worden. Mutter Edith Frank starb in Auschwitz. Anne Frank und ihre Schwester Margot wurden Anfang 1945  in das Konzentrationslager Bergen-Belsen transportiert und starben dort an den Folgen der Haft.

Anne Frank wäre heute nicht in der ganzen Welt bekannt, wenn nicht ihr Vater Otto Frank in Auschwitz II überlebt hätte. Er wurde am 27. Januar 1945 von der Sowjetischen Armee befreit. 1947 wurde zum ersten Mal das Tagebuch der Anne Frank veröffentlicht. Inzwischen liegt es in 55 Sprachen vor. Rüdiger Stein vom Förderverein erinnert mit Texten und Fotos an das Leben und Sterben der Familie Frank.

Die Bürgerinnen und Bürger aus Frankenthal und der Pfalz, die die beiden Gedenksteine nach Oswiecim gebracht haben, bilden einen Teil der weltweiten Gedenk- und Versöhnungsarbeit

Oswiecim (Auschwitz) soll vom Ort des Grauens zur Stadt des Friedens werden.

„Nach und nach kommen die jungen Leute zurück, um hier zu leben“, beschrieb die polnische Stadtführerin die aktuelle Entwicklung ihrer über 800 Jahre alten Heimatstadt. Und fügt nachdenklich hinzu: „Vielleicht wünsche ich mir das nur.“ Die 33-Jährige lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Oswiecim. Nach dem Sprachenstudium in Kattowicz und Mainz war sie zunächst als Grundschullehrerin in Oswiecim tätig und arbeitet jetzt beim Verlag der Gedenkstätte Auschwitz. Außerdem führt sie Besuchergruppen durch die heutige Gedenkstätte Auschwitz und durch ihre Heimatstadt, in der die jüdische Bevölkerung bis 1940 die Hälfte der Einwohner ausmachte.

Rund 1 Million Besucher pro Jahr besuchen die Gedenkstätte. Die Hälfte stammt aus Polen. Etwa 50.000 Deutsche kommen nach Auschwitz, weit mehr Besucher zählt man aus den USA, Israel und England.

Eine Jugendbegegnungsstätte und das christliche Zentrum für Dialog und Gebet organisieren den Internationalen Austausch und wollen an Oswiecims Zukunft als „Stadt des Friedens" mitbauen.

2002 wurde Janusz Marszalek zum Stadtpräsidenten (Bürgermeister) von Oswiecim gewählt. Der 54-Jährigen will seine Stadt zum Symbol der Aussöhnung machen. Der geplante Gedenk- und Versöhnungshügel spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Herbert Baum, der als Mitglied des Fördervereins an der Fahrt nach Oswiecim teilnahm, erläutert bei der Gedenkveranstaltung am 9. November mit Fotos das viel versprechende Projekt. „Wir müssen für junge Menschen andere Inhalte und Methoden finden“, beschreibt er das zentrale Anliegen des Fördervereins: „Zum Gedenktag am 27. Januar haben wir im vergangenen Jahr den Film „Am Ende kommen Touristen“ in den LUX-Kinos organisiert. Rund 250 Schülerinnen und Schüler aus mehreren Schulen haben den Film über die Gedenkstätte Auschwitz gesehen. So viele Besucher gab es noch nie bei einer solchen Veranstaltung.“ In dem Film erlebt ein Zivildienstleistender aus Deutschland die Gedenkstätte Auschwitz. Der junge deutsche Regisseur Robert Thalheim reflektiert hier die Problematik des Erinnerns und Gedenkens bei der jungen Generation. Er hat Mitte der neunziger Jahre selbst seinen Zivildienst an dem Ort des einstigen Vernichtungslagers absolvierte. Der junge Zivildienstleistende und eine junge Polin repräsentieren ihre beiden Staaten. Während der Deutsche sich mehr mit dem Thema „Auschwitz“ auseinandersetzt, geht es der jungen Polin, die in der Gedenkstätte arbeitet, mehr um ihre berufliche Zukunft. Am Ende des Films fährt sie nach Brüssel, um dort eine Stelle als Übersetzerin in einer Einrichtung der Europäischen Union anzunehmen. Er bleibt in Oswiecim und kümmert sich um neue junge „Touristen“, die am Bahnhof ankommen.

Vielleicht ist der Besuch der Frankenthaler Gruppe in Oswiecim der Anfang eines „Touristenaustauschs“ zwischen beiden Städten.

Texte und Fotos bei der Gedenkveranstaltung am 9. November werden mit dem 1. Klavier-konzert op. 11 in e-Moll, komponiert vom 20jährigen Frédéric Chopin, unterlegt. Das Stück wurde 1830 in Warschau mit Chopin am Klavier uraufgeführt.

In dem Film „Der Pianist“ spielt Wladyslaw Szpilman, ein in Warschau bekannter polnisch-jüdischer Pianist, in einer entscheidenden Szene minutenlang aus der Ballade Nr. 1 von Chopin. Regisseur des Films ist der Amerikaner Roman Polanski. Er überlebte als Kind das Krakauer Ghetto und verlor seine Mutter im KZ Auschwitz-Birkenau. Sein Vater überlebte das KZ Mauthausen.


Grundsteinlegung für den Gedenk- und Versöhnungshügel

Internet: http://www.juden-in-frankenthal.de

Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal
Neugasse 36
67227 Frankenthal
Telefon
p. 06233 - 69662 (am besten 8.30 und 18.30 Uhr)
d. 0621 504 2237 (di, mi, do)
p. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
d. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

am Dienstag, den 10. November 2009 um 19.00 Uhr. in der Aula der Julius-Wegeler-Schule, Beatusstraße 143–147, 56073 Koblenz
Im Anschluss laden wir Sie zu Gesprächen bei einem Glas Sekt ein.

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen
Förderverein Mahnmal Koblenz und Team Schulleitung

Zum Film
Kurz vor dem Schulabschluss stand für sechs Schülerinnen der Berufsfachschule 2 der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz ein ganz besonderer Unterricht auf dem Stundenplan:
Ein Treffen mit dem Zeitzeugen Werner Appel. Bereits einige Wochen zuvor hatte Herr Appel die Klasse BF 2 08a besucht und aus einem Leben als junger Koblenzer jüdischen Glaubens berichtet.
Jetzt wollten einige Schülerinnen noch mehr wissen und begleiteten ihn auf eine Zeitreise in die Zeit des Nationalsozialismus. Werner Appel nahm sie mit zu den Schauplätzen seines jungen Lebens in Koblenz.


 

Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen in der Gedenkarbeit,
zum Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors hat Gunter Demnig seit dem Beginn seiner Kunstaktion Anfang der 90er Jahre mehr als zwanzigtausend Stolpersteine in über 500 deutschen und über 30 europäischen Gemeinden verlegt. In Rheinland-Pfalz gibt es dank der Initiative von Gruppen, Schulen und Einzelnen zahlreiche Orte, in denen Stolpersteine als dezentrale Mahnmale zum Gedenken einladen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz (www.lagrlp.de) und die Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. Trier (www.agf-trier.de) laden Sie zu einem Austausch über die Erfahrungen ein, die Sie im Laufe Ihres Stolpersteinprojekts vor Ort gemacht haben. Ansprechen wir auch all jene, die an ihrem Ort eine Stolpersteinverlegung planen oder anregen wollen.
Trier ist dafür ein guter Ort: Hier haben die Arbeitsgemeinschaft Frieden e. V. (AGF) und der Kulturverein Kürenz seit 2004 die Verlegung von knapp 100 Stolpersteinen initiiert und durch zahlreiche Aktionen begleitet (siehe auch: www.stattfuehrer.de und www.stolpersteine-trier.de).
Wir laden Sie herzlich ein zum Treffen am

Samstag, dem 21. November 2009.


Wir freuen uns auf Sie!

Dieter Burgard, MdL
Vorsitzender des Sprecherrates der LAG
Thomas Zuche - AK Trier im Nationalsozialismus der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V.

P.S.: Wir freuen uns, wenn Sie Material (Zeitungsartikel, Faltblätter, Broschüren, etc.) über Ihre Aktion mitbringen und so den Anderen zugänglich machen. Sprechen Sie bitte auch mit benachbarten Stolperstein-Initiativen über das Treffen in Trier – unser Verteiler ist möglicherweise nicht ganz vollständig. Danke!

Zum Tagungsort:
Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus befindet sich in der Trierer Innenstadt. Es ist vom Hauptbahnhof aus in ca. 10 Minuten zu Fuß zu erreichen (Nähe Porta Nigra). Wer mit dem PKW anreist, nutzt am besten das Parkhaus des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in unmittelbarer Nähe. Die Tageskarte kostet dort 5 Euro

Programm

  • 10:30 Uhr Ankommen bei einer Tasse Kaffee
  • 11:00 Uhr Begrüßung durch Moderator Thomas Zuche (AK Trier im NS der AG Frieden e.V. Trier)
  • 11:10 Uhr Begrüßung durch Dieter Burgard, MdL Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz
  • 11:20 Uhr Stolpersteine als dezentrale Mahnmale (PD Dr. Thomas Schnitzler, Historiker, Kulturverein Kürenz e.V.)
  • Impuls und Diskussion
  • 11:45 Uhr Aus der Praxis: Stolpersteine in der Stadt Trier (Mitarbeiter des AK „Trier im Nationalsozialismus“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier e.V.) - Impuls und Diskussion
  • 12:15 Uhr Aus der Praxis: Stolpersteine in einem kleineren Ort (Willi Körtels, Förderverein Synagoge Könen e.V.) - Impuls und Diskussion
  • 13:00 Uhr Imbiss, Pause und Gelegenheit zum Stöbern an den Materialtischen
  • 13:45 Uhr Rundgang „Stolpersteine erzählen…“ im Umfeld des Tagungshauses

14:30 Uhr Gesprächsgruppen :

  • AG 1: Recherche und Kontakte zu Angehörigen (Moderation: PD Dr. Thomas Schnitzler)
  • AG 2: Rund um die Verlegung (Gestaltung, PatInnen…) (Markus Pflüger, AK Trier im NS)
  • AG 3: Rundgänge (Christoph Herrig, AK Trier im NS)
  • AG 4: Umgang mit der Stadt und mit Widerständen (Thomas Zuche, AK Trier im NS)
  • AG 5: Publikationen (Homepages, Broschüren, Faltblätter…) (Thomas Kupczik, AK Trier im NS)
  • AG 6: nach Wunsch


16:00 Uhr Austausch der Ergebnisse im Plenum und ggf. Verabredungen


17:00 Uhr Ende

Den offiziellen Flyer mit Anmeldemöglichkeit (PDF-Datei) bitte HIER downloaden


 

27. Januar 2010 in Klingenmünster

14.00 Uhr:
Kranzniederlegung am Mahnmal auf der Gedenkstätte für die Opfer der NS-Psychiatrie, auf dem Klinikfriedhof
Worte des Gedenkens:
Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz und Verwaltungsratsvorsitzender des Pfalzklinikums
Gemeinsamer Gang zur Klinikkirche - vorbei am Gedenkstein in der Klinikallee

14.30 - 15.30 Uhr:
Ökumenischer Gottesdienst in der Klinikkirche
16.00 - 18.00 Uhr:
Gespräch mit Dr. Michael von Cranach, Kaufbeuren
Thema:
Psychisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche während der NS-Zeit.
Ausgehend vom Roman „Nebel im August“, der das Schicksal des 1944 in Irsee getöteten Jungen Ernst Lossa in den Mittelpunkt stellt, wird eine Brücke in die Pfalz geschlagen. Der Blick in die Vergangenheit ist Anlass, sich mit heutigem Handeln auseinanderzusetzen.
Moderation:
Dr. Michael Brünger, Chefarzt des Pfalzinstituts - Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Pfalzklinikum im Hauptgebäude, Konferenzraum

Veranstalter: Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie (AdöR)

Träger:
Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie, (Anstalt des öffentlichen Rechts),
Weinstraße 100,
76889 Klingenmünster
Geschäftsführer: Rainer Anstätt
Vorsitzender des Verwaltungsrates: Theo Wieder

Fon:           06349/900-1640

Sekretariat: 06349/900-1600

Fax:           06349/900-1699

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

http://www.pfalzklinikum.de

 

 
Zum 27. Januar 2010 :

Verein “Schalom Begegnung mit dem Judentum e. V.” Idar -Oberstein.


Austellung: “Kinder in Theresienstadt”
Die Ausstellung wird am 27. Januar 2010 mit einer Gedenkveranstaltung eröffnet werden.
Herr Altmeyer vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 gibt eine Einführung in die Zeit.
Die Zeitzeugin Frau Erbrich wird aus ihrem Leben, speziell von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in Theresienstadt erzählen.
Ort: Göttenbach-Aula Idar-Oberstein
Zeit: 27. Jan. 2010 – 19:30 Uhr

 

Ausstellung: „Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas  Zeugen unter dem NS-Regime“


Dauer der Ausstellung: 09.11.2009 - 20.11.2009 im Bürgersaal der Verbandsgemeindeverwaltung Dahner Felsenland, Schulstraße 29, 66994 Dahn

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag: 09.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr.

Eine Führung durch die Ausstellung wird am Sonntag, 14.11.2009, von 15.00 - 17.00 Uhr angeboten.

Veranstalter sind:
Die Stadt Dahn, die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland; die katholische- und die protestantische Kirchengemeinde Dahn, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz und der Arbeitskreis Judentum im Wasgau.

 
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