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PostHeaderIcon Archiv 2005-2001

Landesweites Gedenken in Rheinland-Pfalz zur „ Reichspogromnacht “ am 9.November 1938

Im Gedenken an die Opfer der „ Reichspogromnacht “, die vom 9. auf den 10.November 1938 im nationalsozialistischen Deutschland und Österreich war, finden landesweit Gedenkveranstaltungen statt.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz ( LAG ) weist auf diesen besonderen Gedenktag hin.
Mit Stadtrundgängen, Mahnwachen, Theaterstücken, Lesungen, Führungen und Vorträgen engagieren sich viele ehrenamtliche Organisationen und auch Gemeinden.
Die Reichspogromnacht mit dem Brand, der Zerstörung jüdischer Synagogen und Friedhöfen durch Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) ist in der Geschichte beispiellos, wie der dann beginnende Holocaust. Dieter Burgard weist auf die besonderen Synagogen in Speyer, Worms und Mainz hin, die wie über 200 Synagogen in Rheinland-Pfalz, darunter viele kleine Landsynagogen und Beträume, zerstört wurden.
Am 9.11. zertrümmerten SA und SS Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte - das war die "offizielle" Bilanz des Terrors. Am 10. November wurden reichsweit mehr als 30.000 jüdische Bürger in Konzentrationslager (KZ) verschleppt.
Bereits seit Anfang 1933 sollten jüdische Bürger durch zunehmende Entrechtung, Enteignungen und "Zwangsarisierungen" zur Auswanderung gezwungen werden. Nach dem "öffentlichen" Novemberpogrom 1938 erhielt die Verfolgung einen neuen Charakter bis hin zur Shoa. Auch die Zeugnisse der jüdischen, religiösen Kultur fielen der Vernichtung zum Opfer.
Dieter Burgard, MdL, Vorsitzender des Sprecherrates konnte in den letzten Wochen 2 neue Mitgliedsorganisationen aus Ludwigshafen und Kaiserslautern in der LAG willkommen heißen.
2001 gründeten 19 Erinnerungsinitiativen die Landesarbeitsgemeinschaft, die nun auf 40 Mitglieder angewachsen ist.

Arbeitskreis „Judentum im Wasgau“

Dekan Ewald Sonntag aus Erfenbach/Kaiserslautern referiert zum Thema:
" Das Land Israel - zwischen göttlicher Verheißung und realpolitischem Anspruch "
Freitag, 09. November 2007, um 19.00 Uhr im Bürgersaal der Verbandsgemeindeverwaltung
Dahner Felsenland, Schulstraße 29.
Weitere Informationen : Elisabeth & Otmar Weber
Tel 06391 - 2331 E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  

Förderverein Projekt Osthofen e. V.

Dr.Dieter Hoffmann referiert für Schüler des
Alzey - Elisabeth-Langgaesser-Gymnasiums
zum Thema " Wir sind doch Deutsche " 

AG Frieden Trier

16.00 Uhr Stadtrundgang Trier in der NS-Zeit ab Gedenktafel Sichelstraße 36 

Friedensinitiative Neustadt e.V.

Projekt “Spurensuche Neustadt 1933-1945”
Stadtrundgang mit Abschluss am Gedenkstein
Informationen bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  

Förderverein für Jüdisches Gedenken Frankenthal

9.November, 18 Uhr vor dem Rathaus (bei Regen in den Arkaden)
Begrüßung und Rede (angefragt: Oberbürgermeister Theo Wieder)
Auf dem Gedenkplatz in der Glockengasse ist ab 18.30 Uhr folgendes Programm vorgesehen.
Begrüßung Herbert Baum (Förderverein)
Rede von Helmut Foth: Gedenkarbeit mit jungen Menschen
Die Familie Abraham und die „Reichskristallnacht“ in Frankenthal Fotos und Informationen (Herbert Baum)
19.30 Uhr Dathenushaus
Vortrag mit Dokumenten „Betrifft: Veräußerung jüdischen Eigentums“
Die Vermögensakte der Familie Abraham im Stadtarchiv Frankenthal“
Referent Herbert Baum (Förderverein)

Arbeitskreis "Jüdische Gemeinde Wittlich"

17 Uhr Mahnwache Marktplatz in Wittlich
17.45h Gang zur ehemaligen Synagoge und Kranzniederlegung 

Kulturamt der Stadt Wittlich

20 Uhr“Die Judenbank” - Volksstück von Reinhold Massag
Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Himmeroderstr.42

Freundeskreis Synagoge Zell e.V.

9.11.2007, 19h in der ehemaligen Zeller Synagoge, neben dem Hotel Zeller Schloß
Lesung mit Hermann Hillebrand aus dem autobiographischen Buch " Weiter leben - eine Jugend "
von Ruth Klüger. In ihren Erinnerungen schildert Klüger ihre jüdische Kindheit und Jugend in Österreich und Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus, die Bedingungen ihres Überlebens und die (Un)möglichkeit des Weiterlebens.
Weitere Informationen bei Franz Piacenza Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  

Förderverein " Synagoge Könen e.V. "

9.11.07, 19.30h Konzert mit "Impromptu - Klassik und Klezmer" in der Synagoge Wawern, Am Dorfplatz 6
Weitere Informationen bei www.mahnmal-trier.de oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Veranstaltung am 15. und 16.11. an der
GEDENKSTÄTTE SS-SONDERLAGER / KZ HINZERT

ORTSGEDÄCHTNIS II: CACHÉ

Projektion und Installation
Ein grenzüberschreitendes Projekt von KATARINA VELDHUES UND GOTTFRIED SCHUMACHER im Rahmen von
LUXEMBURG UND DIE GROSSREGION - KULTURHAUPTSTADT EUROPAS 2007
Beginn der Projektionen ca. 19.00 Uhr
Einführung:
Dr. Christine Threuter, Universität Trier:
ORTSGEDÄCHTNIS II CACHÉ und das Kooperationsprojekt
"ERINNERUNGSRÄUME - ARCHITEKTUREN DES KRIEGES
im Rahmen von Luxemburg und die Großregion - Kulturhauptstadt Europas 2007
Gesang (Performance vor dem FELD): Daniela Bosenius, MEZZOSOPRAN, Düsseldorf
Kooperationspartner : "Erinnerungsräume: Architekturen des Krieges in Trier und in der Großregion", Universität Trier und Fachhochschule für Kommunikationsdesign Trier,  
Projektion und Installation in der Außenanlage der Gedenkstätte.
Adresse: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz,
Gedenkstätte SS-Sonderlager / KZ Hinzert, An der Gedenkstätte, Hinzert -Pölert.
Kontakt: Dr. Beate Welter Tel.: 06586 - 992493 / Fax: 06586-992494
Die Projektion und Installation von Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher wird unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Mainz sowie durch das Kunst und Kulturreferat der Gedenkstätten Osthofen und Hinzert.
Dieses Projekt wird im Rahmen von Luxemburg und die Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007, unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin realisiert.

Förderverein Synagoge Sobernheim e.V.

10. November 2007:  18.00 Uhr Gottesdienst in St. Matthäus
Anschliessend Besuch der Synagoge mit Verlesung der Deportierten und Ermordeten durch Schüler des Gymnasiums.
Die Verlesung wird unterbrochen von kurzen Musikeinlagen des Schulorchesters

Stadt Ludwigshafen / Rhein

Ökumenischer Gottesdienst am Freitag den 9. November 2007 um 16.oo Uhr - in der Melanchthonkirche, Maxstrasse 38
Der Gottesdienst wird gemeinsam von den Dekanen der katholischen und evangelischen Kirche und dem Gesprächskreis Juden und Christen gestaltet.
Anschließend gemeinsame Kranzniederlegung an der Gedenktafel am Gebäude der Rheinpfalz, dem Platz der ehemaligen Synagoge in der Kaiser-Wilhelm-Strasse.

Zum 9.11.: Veranstaltung in Frankenthal

Die Enteignung der Familie Abraham
GEDENKEN: Veranstaltungen zur Erinnerung an die „Reichskristallnacht“
Die Gedenkveranstaltung „Reichskristallnacht“ am Freitag, 9. November, 18 Uhr, erinnert an die Ereignisse in Frankenthal vor 69 Jahren, als Mitglieder der NSDAP die Synagoge in der heutigen Glockengasse anzündeten, jüdische Wohnungen und Geschäfte plünderten und zerstörten, viele jüdische Männer in das Konzentrationslager Dachau bei München transportiert wurden. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 18 Uhr am Rathaus, wo Oberbürgermeister Theo Wieder an die politischen Hintergründe der „Reichskristallnacht“ erinnert. Anschließend gehen die Teilnehmer schweigend zum Gedenkplatz in der Glockengasse.
Ab 18.30 Uhr zeigen Fotos die Geschichte der Juden in Frankenthal. Helmut Foth, Pfarrer und Religionslehrer am Albert-Einstein-Gymnasium, spricht über „Gedenkarbeit mit jungen Menschen“. Der Förderverein für Jüdisches Gedenken erinnert an das Schicksal der jüdischen Familie Abraham in der „Reichskristallnacht“. Julius und Elsa Abraham besaßen in der Wormser Straße 27 ein Möbelgeschäft, das sie bereits 1937 an die späteren Besitzer Schüßler & Völker verpachteten. Die Wohnung der Familie wurde jedoch ebenso verwüstet wie fast alle anderen jüdischen Wohnungen. Julius Abraham listete einige Zeit später einen Schaden von rund 7.000 Reichsmark auf. Er wurde am 10. oder 11. November in das Konzentrationslager Dachau bei München transportiert.
In einem Vortrag anschließend ab 19.30 Uhr im Dathenushaus referiert Herbert Baum vom Förderverein über das Thema „Betrifft: Veräußerung jüdischen Eigentums - Die Vermögensakte der Familie Abraham im Stadtarchiv Frankenthal“. Aufgrund der „Verordnung über die Anmeldung jüdischen Vermögens“ vom 26. April 1938 mussten alle Juden ihre Vermögen bei den kommunalen Verwaltungen angeben. Zusätzlich gab es die „Durchführungsverordnung über die Sühneleistungen der Juden“ vom 21. November 1938 und den „Durchführungserlass“ des Reichsfinanzministers vom 23. November und 5. Dezember 1938. Das Stadtarchiv Frankenthal besitzt zahlreiche Unterlagen aus dieser Zeit. Dokumente belegen die systematische Enteignung der Familie Abraham. Der Schlüssel für das Bankschließfach mit allen wichtigen Unterlagen wurde kurz nach dem 9. November von der Stadtverwaltung übernommen, das Auto enteignet. Als Sühneleistung für die Schäden in seiner Wohnung während der „Reichskristallnacht“ musste Julius Abraham rund 65.000 Reichsmark zahlen. Die Unterlagen im Stadtarchiv dokumentieren sämtliche finanzielle Entwicklungen bis zur Deportation von Julius und Elsa Abraham am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Südwestfrankreich. Deren Sohn Walter Abraham überlebte gemeinsam mit seiner Frau Ruth und der Tochter Reha im Untergrund in Berlin. Ab 1946 beanspruchte er in vielen Briefen die Vermögenswerte seiner Eltern. Auch diese Dokumente sind im Stadtarchiv vorhanden.

 

Einladung zur Stolpersteinverlegung am 21. November 2007

Liebe Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren, die aufwendigen Recherchen und die intensiven Vorbereitungen sind abgeschlossen.
Die Stolpersteine werden am 21.11.2007 verlegt.
Am 21.11.2007 wird der Kölner Künstler Gunter Demnig in Dahn, Busenberg und Erlenbach 25 Stolpersteine für jüdische Opfer des Nationalsozialismus verlegen.
Angehörige der Opfer kommen aus den USA, Schottland und Frankreich, Schweiz.
Der folgende Verlegeplan/Zeitplan ist mit Gunter Demnig und den Bürgermeistern abgestimmt:
09.00 Uhr Verlegung in Dahn (9 Steine)
Schäfergasse 8 (Judengasse/Synagoge) (4 Steine)
Grabenstraße 11 (5 Steine)

11.00 Uhr Verlegung in Busenberg (10 Steine)
Kirchstraße 4 (2 Steine)
Talstraße 8 (3 Steine)
Hauptstraße 49 (5 Steine)

14.00 Uhr Verlegung in Erlenbach (6 Steine)
Hauptstraße 4b (3 Steine)
Hauptstraße 23 (2 Steine)
Hauptstraße 40 (1 Stein)

Für den Ablauf vor Ort ist folgendes Rahmenprogramm vorgesehen:
1. Kurze Begrüßung durch den jeweiligen Ortsbürgermeister
2. Gunter Demnig stellt zu Beginn der Verlegung in Dahn kurz sein Projekt vor
3. Falls sie es die Betroffenen aus Frankreich, Schottland, Schweiz und den USA wünschen, sollen sie zu Wort kommen
4. Der Pfälzer Mundartdichter und BuchautorAlbert H. Keil, geboren 1947 in Mußbach an der Weinstraße und wohnhaft in Dirmstein, durch den Holocaust selbst familiär betroffen, wird in Dahn, Busenberg und Erlenbach einen dem Anlaß gemäßen Prosavortrag von ca. 3-4 Minuten halten.
5. Otmar Weber nennt die Namen der Paten/Spender und geht während der Verlegung auf die Schicksale der Opfer ein

Mit freundlichem Gruß
Otmar WeberArbeitskreis „Judentum im Wasgau“
Elisabeth & Otmar Weber
Schillerstr. 10 b, 66994 Dahn
Tel 06391 - 2331
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
 
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