Archiv 2005-2001
Bundesverdienstkreuz für Dr. Heinz Kahn Dr. Heinz Kahn, seit 1987 Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, wurde am Montag, den 12. Dezember 2005 von Ministerpräsident Kurt Beck in Mainz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dr. Heinz Kahn, geboren in Hermeskeil bei Trier, Überlebender der KZs Auschwitz und Buchenwald, hat sich in der Nachkriegszeit mit dem Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde Trier Verdienste erworben, ebenso stand und steht er heute noch als Zeitzeuge zur Verfügung, er ist einer der letzten Zeitzeugen die den Holocaust überlebten. Eine Biografie von Herrn Dr. Heinz Kahn ist in der "Dauerausstellung" des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V. zu finden, ebenso ist er in den Kurzbiografien erwähnt. Weiterhin hat der Verein einen Zeitzeugenbericht mit Dr. Heinz Kahn auf DVD erstellt. Die Biografien können auch auf der Webseite des Fördervereins Mahnmal eingesehen werden unter: www.mahnmalkoblenz.de Dort unter den Buttons "Dauerausstellung" und "Kurzbiografien" jeweils unter dem Namen von Dr. Kahn
10. Dezember 2005
Offizielle Einweihung des Dokumentations- und Begegnungshauses am ehemaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert an der Gedenkstätte in Hinzert um 11.00 Uhr u.a. durch Ministerpräsident Kurt Beck...”60 Jahre nach Kriegsende macht Rheinland-Pfalz mit dem Neubau eines Dokumentations- und Begegnungshauses deutlich, dass Erinnern auch mit Blick auf die Zukunft notwendig bleibt Das Dokumentations- und Begegnungshaus, das mit Mitteln des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz errichtet wurde, schafft Raum für Begegnungen im Rahmen europäischer Veranstaltungen, für Seminare und Tagungen zur NS-Geschichte und zur Pädagogik der Gedenkarbeit in Trägerschaft der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung, erarbeitet mit Hilfe von Organisationen ehemaliger Deportierter des Lagers und von Archiven im In- und Ausland, wird den Opfern ein bleibendes Gedenken sichern. Die besondere Architektur des Gebäudes regt zur stillen, aber intensiven Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Konzentrationslager und den Voraussetzungen für sein Entstehen an” ( http://www.hinzert.de ) Europäischer Tag der Jüdischen Kultur in Rheinland-Pfalz Sonntag, 4. September 2005Rheinland-Pfalz weist eine lange und reiche jüdische Tradition und Geschichte auf. In einigen Kommunen entstehen durch Zuwanderung seit Jahren lebendige jüdische Gemeinden. Und doch erinnern in vielen rheinland-pfälzischen Orten nur Synagogen und Friedhöfe, Ritualbäder und Schulen als steinerne Zeugnisse an das ehemals reiche jüdische Leben in unserem Land.
Alzey Museum der Stadt Alzey, Arbeitsgruppe Psychiatrie im Nationalsozialismus in Alzey, AK Judentum im Wasgau, Förderverein für Jüdisches Gedenken Frankenthal e.V., Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim, Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz in Kaiserslautern, Frank-Loeb-Institut an der Universität Landau, Archiv und Museum der Stadt Landau, Jüdische Gemeinde Mainz K.d.ö.R., Förderverein Synagoge MZ-Weisenau, Träger- und Förderverein der Synagoge Meisenheim, Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz K.d.ö.R., Förderverein ehemalige Synagoge Odenbach, Förderkreis Synagoge Saffig e.V., Förderverein Synagoge Sobernheim e.V., Museumsverein Synagoge Staudernheim e.V., Ortsgemeinde Steinbach am Glan, Jüdische Kultusgemeinde Trier K.d.ö.R., Jüdisches Museum Winnweiler, Emil-Frank-Institut in Wittlich, Warmaisa – Gesellschaft zur Förderung und Pflege jüdischer Kultur in Worms Der Druck der Programmbroschüre wurde mit Hilfe des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz finanziert.
Der Arbeitskreis "Trier in der NS-Zeit" der AGF, ist neues Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz.Der Arbeitskreis "Trier in der NS-Zeit" besteht seit 18 Jahren. Seine Mitarbeiter bieten seither "Stadtführungen zu Stätten der Verfolgung und des Widerstandes in Trier" an. Diese Führungen finden regelmäßig an den Gedenktagen am 27. Januar, 8. Mai und 9. November statt; darüber hinaus sind sie ein ständiges Angebot für Schulklassen, Studierende und sonstige Interessierte.Weitere Rundgänge sind "Auf den Spuren von Hans Eiden" (dem letzten Lagerältesten im KZ Buchenwald) und im ehem. KZ Hinzert. Im Arbeitskreis entstand auch die Idee, Inhalte der Führungen –ergänzt durch thematische Artikel und Kurzporträts – als Buch zu veröffentlichen. Als "StattFührer – Trier im Nationalsozialismus" erschien es in diesem Jahr in dritter Auflage. Mitarbeiter des Arbeitskreises konzipierten auch den virtuellen Stadtführer (www.stattfuehrer.de), der im Jahr 2003 vom "Bündnis für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet wurde.Seit 2004 verfolgt der Arbeitskreis – gemeinsam mit dem Kürenzer Kulturverein - das Projekt "Stolpersteine" – ein dezentrales Erinnerungsprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig - und sucht PatInnen. Bis heute wurden 23 Steine für ermordete Juden, katholische Geistliche und Arbeiter verlegt.Weitere Steine für Angehörige anderer Opfergruppen werden im Frühjahr 2006 folgen. Der AK veranstaltet außerdem in unregelmäßigen Abständen Informations- und Vortrags- veranstaltungen, z.B. mit dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann oder zu "Trierer Köpfen im 'Dritten Reich'".Neben der historischen Arbeit greift der Arbeitskreis auch aktuelle politische Bezüge auf. So organisierte die AGF – auch als Mitglied des Trierer "Bündnisses gegen Rechts" – immer wieder Gegendemonstrationen zu Kundgebungen rechtsextremistischer Formationen, etwa der DVU (1985) oder der "Kameradschaft Moselland" (zuletzt 2005). 8. Mitgliederversammlung der LAG am 11. Juni 2005 in der Gedenkstätte KZ Osthofen. 8. Mitgliederversammlung der LAG am 11. Juni 2005 in der Gedenkstätte KZ Osthofen.
7. Mitgliederversammlung der LAG am 20. November 2004 in Bendorf/Rhein.
Am 5. September 2004 beteiligten sich wieder zahlreiche Mitgliedsorganisationen der LAG an dem „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“. Durch die Förderung des Wirtschaftsministeriums, die Werbung über die touristischen Einrichtungen sowie die Broschüre zum „Tag des Denkmals“ des Landesamtes für Denkmalpflege erfuhr das Projekt einen weiteren Schub. Im Bundesvergleich und sogar europaweit erreichte Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz in der Anzahl der Veranstaltungen. 6. Mitgliederversammlung der LAG am 27. März 2004 in der Außenstelle Pfalz der Landeszentrale für politische Bildung in Kaiserslautern.
5. Mitgliederversammlung der LAG am 14. November 2003 in der Außenstelle Nord der Landeszentrale für politische Bildung in Koblenz.Bei dieser Versammlung stellten Uwe Bader von der Landeszentrale für politische Bildung und Hermann Müller vom Finanzministerium die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs zum Bau des Dokumentations- und Begegnungshauses an der Gedenkstätte vor. In einem zweiten Themenschwerpunkt erläuterte Joachim Hennig die von ihm erarbeitete Ausstellung „Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung“ und berichtete auch über deren Entstehung, zu der u.a. die Landeszentrale für politische Bildung einen finanziellen Zuschuss gegeben hat. Der Sprecherrat der LAG traf sich in diesem Jahr fünfmal. Verschiedene Projekte wurden zur Diskussion gestellt und nach einer Beschlussfassung teilweise bereits umgesetzt. Mit finanzieller Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung wurde von Bernhard Kukatzki ein Faltblatt mit einem speziell rheinland-pfälzischen Programm zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur erarbeitet und landesweit verteilt. 27 Initiativen aus Rheinland-Pfalz schlossen sich diesem europaweit begangenen Tag mit unterschiedlichen Veranstaltungen und Angeboten an. Besichtigungen jüdischer Friedhöfe, renovierter Synagogen und Vorträge zur jüdischen Geschichte standen u.a. auf dem Programm. 4. Mitgliederversammlung der LAG am 20. September 2003 in Trier. Die Mitgliederversammlung war zu Gast in den Räumlichkeiten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier im Kurfürstlichen Palais. Dort bot sich den Mitgliedern die Möglichkeit, die ausgestellten Modelle aller Büros anzusehen, die am Architektenwettbewerb für den Bau des Dokumentations- und Begegnungshauses in Hinzert teilgenommen hatten. Am Nachmittag nahmen die Vertreter der LAG an der am selben Tag stattfindenden internationalen Rinnerungsfeier in der Gedenkstätte ehemaliges SS-Sonderlager/KZ Hinzert teil. 3. Mitgliederversammlung der LAG am 5. April 2003 in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz. Bei der anstehenden Neuwahl des Sprecherrats wurden die bisherigen Mitglieder des Sprecherrats erneut gewählt. |
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Dr. Heinz Kahn, seit 1987 Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, wurde am Montag, den 12. Dezember 2005 von Ministerpräsident Kurt Beck in Mainz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.